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Xanten: Rat stoppt Planungen für Neubaugebiet Landwehr

Wohnbauland in Xanten : Rat stoppt Planungen für Neubaugebiet Landwehr

Zunächst soll ein Gutachten mögliche Geruchsemissionen aus einem Schweinezuchtbetrieb untersuchen.

Die Erweiterung des Neubaugebiets Landwehr in Richtung Trajanring um einen Hektar liegt vorerst auf Eis. Der Rat konnte sich nicht dazu durchringen, das Planverfahren – obwohl im jetzigen Stadium noch allgemein – voranzutreiben. Stattdessen wird die Stadt zunächst durch ein Gutachten eine mögliche Belästigung durch Geruchsemissionen prüfen lassen. Der Eigentümer eines nahegelegenen Schweinezuchtbetriebes befürchtet in diesem Fall das Aus für seinen Hof. Er hatte sich daher an die Politik gewandt.

Schon nach der ersten Kontroverse im Planungsausschuss hatte die Stadt den für den nächsten Tag anberaumten Notar-Termin für den Kauf des Landstreifens an der Straße Am Heeser Wald kurzfristig abgesagt.

Zwar hat jetzt die CDU im Rat versichert, dass mit einer Entscheidung zugunsten weiterer Planungen für das Baugebiet noch keine vollendeten Tatsachen geschaffen würden. Gutachten auch zu Geruchsemissionen würden auf alle Fälle erstellt und anschließend in einem endgültigen Beschluss mit berücksichtigt. Doch damit kam Fraktionsvorsitzender Pankraz Gasseling im Rat nicht durch.

  • Foto: Martin Barth
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Die FBI in Person von Peter Hilbig eröffnete den Reigen der Gegenrede. Man sage zwar ja zu Wohnraum, aber er meldete weiteren Beratungsbedarf für seine Fraktion an. „Es gibt noch zu viele Fragezeichen.“ Darum solle man nicht personelle Ressourcen und Kosten der Stadt binden und dann eventuell eine Fehlentscheidung treffen. Statt dessen bat er um eine Verschiebung der Entscheidung.

Olaf Finke (SPD) bemängelte, dass Gutachten aus früheren Planungen in diesem Gebiet dem Rat nicht zur Verfügung gestellt worden seien. Ehe Verwaltung und Politik Geld ausgäben, müsse man erst einmal Faktoren, die eine Vermarktung der Bauflächen ausschließen, vor dem Grundstückskauf klären und ausräumen. Für das Forum Xanten betonte Fraktionsvorsitzender Tanko Scholten, dass man der Erweiterung nicht zustimmen könne, wenn der landwirtschaftliche Betrieb gefährdet sei.