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Xanten: Rat debattiert über Feuerwehrkleidung

Neue Garnitur für Xantens Einsatzkräfte : Rat debattiert über Feuerwehrkleidung

Xantens Einsatzkräfte sollen eine neue Garnitur bekommen. Aber wie schnell?

In der Sache selbst war sich die Politik einig: Die Feuerwehr muss neue Einsatzkleidung erhalten. Aber der Zeitpunkt für die Anschaffung erhitzte dann doch die Gemüter im Rat. Gleich mehrere Fragen sellten sich: Muss der Auftrag für die gesamte Anschaffung schon in diesem Jahr für 2020 ausgeschrieben werden? Werden so nicht zu früh für das nächste Haushaltsjahr Verpflichtungen eingegangen? Oder lässt sich der Auftrag in zwei Teile splitten, um die Kosten auf mehrere Jahre zu verteilen?

Die Kleidung der Feuerwehrleute muss wegen des Arbeitsschutzes und weil sie nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht, ausgetauscht werden. Voraussichtliche Kosten: 325.000 Euro. Das sollte eigentlich schon in diesem Jahr erfolgen, doch wegen der angespannten Finanzlage wurde dies verschoben. Verlange denn die Unfallkasse wirklich, dass unverzüglich die neue Kleidung angeschafft werden müsse, stellte zum Beispiel Siegfried Kemkes (FBI) in Frage. Sein Fraktionschef Peter Hilbig ärgerte sich über die Art und Weise, wie man nun entscheiden soll. Wenn es so dringend sei, hätte dies das Bürgermeister Thomas Görtz schon in die Diskussion über den jetzigen Haushalt, um den lange gerungen wurde, mit einbringen müssen. Das jetzige Verfahren sei intransparent und nicht fair, bemängelte er. Sein Vorschlag: Über die schweren, feuerfesten Garnituren jetzt zu entscheiden und die Anschaffung der „leichten“ Kleidung auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

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Matthias Voll von der BBX stellte sich dagegen hinter den Vorschlag der Stadt, alles in einem Rutsch auszuschreiben. Die Feuerwehr leiste Pflichtaufgaben der Stadt. SPD und CDU sprachen sich ebenfalls dafür aus. Alles andere wäre ein völlig falsches Signal an die Feuerwehr, meinte Dirk Görtzen (CDU). Olaf Finke (SPD) nannte zwar auch das Vorgehen der Stadt ein Ärgernis, aber man müsse in den sauren Apfel beißen.

Keinen Widerhall fand der Hinweis von Detlev Schwenzfeier von den Linken. Er ist selbst hauptberuflich Feuerwehrmann in einer anderen Kommune und verwies darauf, dass man dort Arbeitskleidung geordert habe, die allen Schutz liefere. Man müsse also nur eine Garnitur kaufen. „Damit würde die Hälfte der Kosten eingespart.“ Eine Antwort auf diesen Vorschlag blieb aus.