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Xanten prüft Lockerungen von Heizstrahler-Verbot

Außengastronomie in der Corona-Krise : Xanten prüft Lockerungen von Heizstrahler-Verbot

Wegen der Corona-Pandemie möchte die Gastronomie auch im Herbst und Winter draußen Plätze anbieten können. Xantens Verwaltung überlegt, ob die Regeln für Heizstrahler deshalb geändert werden sollten.

Die Stadtverwaltung in Xanten prüft, ob die Regeln für Heizstrahler in der Außengastronomie geändert werden sollten. Bürgermeister Thomas Görtz kündigte im Planungsausschuss am Dienstagabend einen Vorschlag für die Sitzung des Stadtrats am Dienstag, 6. Oktober, an. „Im Interesse unserer Gastronomen müssen wir darüber nachdenken“, sagte Görtz. Der Klimaschutz dürfe nicht vergessen werden, aber gerade die kleinen Gastronomen sollten „nicht in der Kälte stehen gelassen werden“. Würden sie unter wirtschaftlichen Druck geraten, „wäre das katastrophal für unsere Stadt“. In Xanten sind gasbetriebene Heizstrahler verboten.

Wegen der Corona-Pandemie hatte sich die NRW-Landesregierung schon vor Wochen dafür ausgesprochen, der Gastronomie in der kälteren Jahreszeit das Aufstellen von Heizpilzen zu erlauben, damit die Betriebe ihren Gästen auch im Herbst und Winter draußen Plätze anbieten können. Das Infektionsrisiko wird an der frischen Luft als geringer eingeschätzt, und in den Gaststätten selbst dürfen auch nicht alle Plätze besetzt werden, um die Mindestabstände einhalten zu können.

Umweltschützer sprechen sich trotzdem gegen Heizpilze aus. Terrassenheizstrahler – ob mit Gas oder Strom betrieben. Sie seien Energieverschwender, sagte zum Beispiel Holger Sticht, Vorsitzender im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in NRW.

Xantens Bürgermeister sagte im Planungsausschuss weiter, dass die Verwaltung über eine Lösung nachdenke, wie eine Kompensation möglich sei, um den zusätzlichen Ausstoß an Kohlenstoffdioxid auszugleichen. Denkbar wären zum Beispiel Baumpflanzungen. Vielleicht gebe es auch Alternativen zu Heizpilzen. Görtz nannte als Beispiel Heizkissen. Die Verwaltung werde das Thema kurzfristig für die Ratssitzung in der nächsten Woche vorbereiten. Der sonst nächste mögliche Termin im November sei „ein bisschen spät“. Er hoffe, dass „wir eine saubere politische Lösung hinbekommen“.