Xanten: Privater Sicherheitsdienst zahltsich laut der Verwaltung aus

Einsatz verlängert : Stadt Xanten: Citystreife macht sich bezahlt

Dank der Security gebe es weniger Vandalismus. Der Rat verlängert den Vertrag bis Ende März 2020.

Der Einsatz von Citystreifen hat sich bewährt. In den ersten acht Monaten 2019 hat die Stadt Schäden durch Vandalismus in Höhe von etwa 27.000 Euro festgestellt. Das ist deutlich weniger als in den beiden Vorjahren. 2017 waren es 81.000 Euro und ein Jahr später sogar über 86.000 Euro. Die bisherige Bilanz von diesem Jahr lasse auf eine deutliche Reduzierung der Schäden auch über das gesamte Jahr hoffen, schreibt die Stadt in ihrer Zwischenbilanz. Der Einsatz der Security kostet die Stadt derzeit monatlich rund 3300 Euro brutto.

Auch in den kommenden Monaten wird der Sicherheitsdienst Streife laufen. Der Hauptausschuss hat sich für eine Vertragsverlängerung vorerst bis Ende März 2020 für das Stadtgebiet von Xanten ausgesprochen. Zwar habe der Einsatz der Citystreife den Vandalismus nicht vollständig verhindert, sagt die Stadt. Aber der Dienst habe sich bewährt, da er geeignet sei, Vandalismus zumindest zu minimieren.

Seit Mitte Januar sind die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes in der Nacht im Einsatz. Stadt und Rat haben den Auftrag erteilt, da immer wieder massive Vandalismusschäden gemeldet wurden. „Die Einsatzberichte lassen erkennen, dass sich zu Nachtzeiten häufig unbefugte Personen im Bereich städtischer Liegenschaften aufhalten“, schreibt die Verwaltung. Schwerpunktmäßig sei das Schulzentrum zu nennen. „In diesem Zusammenhang werden leider häufig Vermüllung und Vandalismus festgestellt. Aber auch der nächtliche Aufenthalt von alkoholisierten Personen auf Spielplätzen gibt regelmäßig Anlass zum Tätigwerden der Citystreife.“

Das Umwerfen von Sitzbänken gehört noch zu den kleineren Vorkommnissen. Im Kurpark waren in der Vergangenheit neu eingebaute Laternen umgeknickt oder besprüht worden. Am Bahnhof hatten Unbekannte vor fast genau einem Jahr 15 Aufbewahrungsboxen für Fahrräder aufgebrochen. Oft werden auch Hauswände mit Graffiti besprüht.

Bei aller positiven Bilanz haben sich im Hauptausschuss auch kritische Stimmen zur City-Streife geäußert. CDU-Fraktionsmitglied Rainer Groß berichtete, er sei von einigen Bürgern auf ein zweifelhaftes Vorgehen des Sicherheitsdienstes angesprochen worden. So seien schon mehrfach Jugendliche, die sich friedlich im Kurpark aufhielten, „vertrieben“ worden. Auch seien Ausweise ohne ersichtlichen Grund kontrolliert worden. SPD-Fraktionsvorsitzender Olaf Finke stellte die Frage in den Raum, ob die Security zur Ausübung solcher hoheitlichen Tätigkeiten im öffentlichen Raum überhaupt befugt sei - Bürgermeister Thomas Görtz verneinte dies.

Für einen Großteil der Ausschussmitglieder ist die Ausübung der Citystreife durch Dritte keine dauerhafte Lösung. Auf den Vorschlag, stattdessen die städtischen Ordnungsbehörden aufzustocken, reagierte Görtz mit Bedenken: Der Einsatz von eigenem Personal am Wochenende und nachts sei in jedem Fall teurer.

Neben der personellen Regelung nach Ablauf der beschlossenen Verlängerung muss auch weiter über technische und bauliche Maßnahmen, wie beispielsweise den Einsatz von mobilen Überwachungskameras oder das Anbringen von Speerspitzen auf Dächern, beraten werden.

Mehr von RP ONLINE