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Xanten: Politik beschließt Resolution gegen die Abschaffung des nächtlichen Notarztstandortes

Rettungswesen im Kreis Wesel : Politik hält zusammen und beschließt Resolution

Die Mitglieder des Xantener Hauptausschusses wollen alles dafür tun, dass der nächtliche Notarztstandort erhalten bleibt.

Die Mitglieder des Xantener Hauptausschusses haben in ihrer Sitzung am Donnerstagabend einstimmig die Resolution „Der Notarztstandort in Xanten muss rund um die Uhr erhalten bleiben“ beschlossen. Und – und das hat wirklich Seltenheitswert – sie wollen gemeinsam alles Mögliche dafür tun, die Planungen des Kreises Wesel, die nächtlichen Notarztstandorte in Xanten und Rheinberg zu schließen und dafür einen neuen in Alpen zu errichten sowie die Standortverlegung der Rettungswache vom Krankenhaus an den westlichen Ausgang der Kernstadt (wir berichteten), zu verhindern. Dazu rief Bürgermeister Thomas Görtz die Fraktionen auf: „Wir müssen uns gemeinsam dagegen wehren. Das ist kein Thema für politische Spielchen.“

Die Vertreter der politischen Parteien sahen das genauso. Pankraz Gasseling (CDU): „Nicht nur für die Bürger, auch für unser Krankenhaus werden wir klare Kante zeigen.“ Peter Hilbig (FBI): „Ein gemeinsamer Schulterschluss und wir werden auch nicht vergessen, unsere Vertreter im Kreistag anzusprechen.“ Olaf Finke (SPD) fühlte sich allerdings ein wenig einseitig informiert. „Ich habe jetzt ganz viel aus der Xantener Perspektive erfahren und kaum etwas vom Kreis. Ich frage mich: Warum ist das so?“

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Zum Hintergrund: Den Mitgliedern des Hauptausschusses lag nicht nur die Drucksache der Verwaltung und die Stellungnahme des Krankenhauses vor, Ordnungsamtschef Tobias Fuß hatte auch eine Präsentation vorbereitet. Demnach stützen sich die Planungen des Kreises auf ein Gutachten aus dem Jahre 1995. Die letzte Anpassung des Rettungsdienstbedarfsplanes sei im Juni 2017 im Eilverfahren, ohne Einhaltung des Formalweges und bis heute ohne Zustimmung der Kostenträger, der Krankenkassen, beschlossen worden. Was die Mitglieder des Ausschusses aber viel mehr beunruhigte: Schon jetzt betrage die Erreichung der Hilfsfristen (12 Minuten) nur etwa 80 Prozent. Zulässig sind 90 Prozent. Und bei einem Standort in Alpen würde der Notarzt die Gemeinde Sonsbeck und auch die Stadt Xanten nicht mehr innerhalb der zwölf Minuten erreichen.