Nach Spekulationen herrscht nun Klarheit Das Oktoberfest in Xanten wird 2024 nicht stattfinden

Xanten · Spekulationen, dass es 2024 kein Xantener Oktoberfest geben könnte, hatte es schon während der vergangenen Wiesn gegeben. Doch jetzt steht es fest. Erst muss ein neues Konzept entwickelt werden.

2023 hatte das Xantener Oktoberfest insgesamt rund 30.000 Besucher gehabt.

2023 hatte das Xantener Oktoberfest insgesamt rund 30.000 Besucher gehabt.

Foto: Armin Fischer (arfi)

Im Jahr 2024 wird es kein Xantener Oktoberfest geben. Das hat die Gesellschafterversammlung des Freizeitzentrums (Xanten (FZX) am Mittwochabend beschlossen, wie FZX-Leiter Ludwig Ingenlath am Donnerstag unserer Redaktion berichtete. Zuerst hatte Radio KW berichtet.

Für das Xantener Oktoberfest soll erst ein neues Konzept erarbeitet werden, damit es wirtschaftlich wieder funktionieren kann, erklärte Ingenlath. So, wie es in diesem Jahr und davor gewesen sei, könne es nicht mehr stattfinden. Eine Neukonzeption erfordere aber Zeit. Deshalb sei es nicht möglich, die Wiesn schon 2024 wieder zu veranstalten. „Wir nehmen uns die Zeit, die wir brauchen, um das Oktoberfest wirtschaftlich wieder auf sichere Beine zu stellen.“ Das FZX ist Veranstalter des Xantener Oktoberfestes.

Die Wiesn war in diesem Jahr über drei Wochenenden gegangen. Insgesamt wurden rund 30.000 Besucher gezählt. Damit war das FZX zufrieden. Aber wirtschaftlich war das Oktoberfest unter den Erwartungen geblieben. Die Infrastruktur – unter anderem das Zelt – war für jeweils 4000 oder mehr Besucher an allen Tagen ausgelegt gewesen. Entsprechend waren auch die Kosten.

Spekulationen, dass es 2024 kein Xantener Oktoberfest geben könnte, hatte es schon während der vergangenen Wiesn gegeben. Denn in früheren Jahren hatte das FZX immer am Ende schon mit dem Vorverkauf für das nächste Jahr begonnen. Dieses Mal nicht.

Die Entscheidung für 2024 soll aber nicht das endgültige Aus für das Xantener Oktoberfest bedeuten. Die Zukunft der Veranstaltung hänge davon ab, ob es durch eine Neukonzeption wieder wirtschaftlich werden könne, sagte Ingenlath. Es könne aber nicht weiterlaufen, wenn es nicht auch wirtschaftlich wieder erfolgreich werde.

2023 war – finanziell gesehen – insgesamt kein gutes Jahr für das FZX. Es hat deshalb seine Gesellschafter, also die Stadt Xanten, den Kreis Wesel und den Regionalverband Ruhr (RVR), um einen Sonderzuschuss von 800.000 Euro in diesem und im nächsten Jahr gebeten. Die Politik will dafür einen externen Gutachter damit beauftragen, eine Neuausrichtung des FZX zu prüfen.

(wer)
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