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Xanten: OGS Viktorschule bietet Betreuung in den ersten beiden Sommerferien-Wochen an

Ferienprogramm für Kinder : Tiere zu Besuch in Xantens Viktorschule

In den ersten beiden Wochen der Sommerferien gibt es an der Viktor-Grundschule in Xanten ein abwechslungsreiches Programm für Kinder: Sie reiten auf Ponys, werden zu Detektiven und lernen von Jägern.

Ophelia hat Durst. Die neunjährige Hanna hat Mühe, die Flasche festzuhalten, so kräftig saugt das Coburger Fuchsschaf daran. Das Tier hört selbst dann nicht auf, als es den Behälter leer getrunken hat. Die anderen Kinder staunen. So nah kommen sie sonst nicht an ein Schaf heran und haben die Möglichkeit, es mit einer Flasche zu säugen.

Das macht das Team der Offenen Ganztagsschule (OGS) der Viktor-Grundschule möglich. Zwölf Betreuerinnen, zwei Küchenhilfen und ein Bufdi (Bundesfreiwilligendienst) kümmern sich in den ersten beiden Ferienwochen um rund 50 Kinder zwischen sechs und zehn Jahren. Von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr bieten sie den Mädchen und Jungen Programm und Essen. Unter den Bedingungen einer Corona-Pandemie ist das noch schwieriger als sonst. Denn trotz der gesunkenen Infektionszahlen gibt es weiter Einschränkungen. Und an diesem Mittwoch regnet es auch noch.

  Hanna füttert das Schaf, Margot van den Berg vom Weidenhof hilft ihr.
Hanna füttert das Schaf, Margot van den Berg vom Weidenhof hilft ihr. Foto: Armin Fischer (arfi)

Aber davon lassen sich die Kinder und Betreuer die Stimmung nicht verderben. Angesichts der Einschränkungen seit Beginn der Pandemie „freuen wir uns, dass wir überhaupt etwas machen können“, sagt OGS-Leiterin Maria Egging. An diesem Mittwoch ist der Xantener Weidenhof zu ihnen gekommen und hat mehrere Tiere mitgebracht, nicht nur das Coburger Fuchsschaf, sondern auch zwei Ponys, zwei Hühner und Putenküken. Für die Kinder ist der Besuch ein Erlebnis.

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Sie hätten mit den Betreuern auch zum Weidenhof gehen können, es ist wieder erlaubt. Aber auf dem Hof sind schon andere Kinder, und die OGS will vermeiden, dass sich die Gruppen mischen, um das Infektionsrisiko gering zu halten. Deshalb sind auch die rund 50 Mädchen und Jungen der OGS in vier Gruppen aufgeteilt und machen jeden Programmpunkt für sich.

Sie erleben so einiges in diesen zwei Wochen. Sie waren schon in der Stadtbücherei, wo ihnen die Leiterin Nicole Peeters eine spannende Geschichte vorgelesen hat. Danach konnten sie selbst Detektiv spielen. Der Xantener Hegering war bei ihnen in der Schule. Er hat ihnen erklärt, welche wilden Tiere am Niederrhein leben und welche wichtige Aufgaben ein Jäger hat. Die Mädchen und Jungen waren auch in der Jugendkulturwerkstatt (Jukuwe) am Niederbruch und haben dort spielen können. Sie ist zwar nicht sehr weit entfernt, aber nach den Einschränkungen der vergangenen Monate ist ein Ausflug an sich schon ein Abenteuer. „Entscheidend ist, dass wir mal herauskommen“, sagt Egging.

(wer)