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Xanten: Nur wenige Verstöße gegen das Kontaktverbot - Thomas Görtz ist zufrieden

Corona-Regeln in Xanten : Nur wenige Verstöße gegen das Kontaktverbot

Die meisten Menschen haben sich am Wochenende an die Corona-Schutzverordnung in Xanten gehalten. Bußgeldverfahren wurden gegen eine Gruppe von Bikern und gegen einige Jugendliche eingeleitet.

Xantens Bürgermeister Thomas Görtz zeigt sich zufrieden mit dem Verhalten der Bürger und Besucher am Wochenende. „Es waren viele Menschen unterwegs, doch die meisten haben sich an die Spielregeln gehalten und die Abstandsregeln berücksichtigt“, sagte Görtz.

Aber es gab auch Ausnahmen. „Etwa fünf Prozent der Menschen hielten sich nicht an das Kontaktverbot“, konkretisierte Görtz. Dabei seien erneut vor allem Motorradfahrer aufgefallen, die beispielsweise in Gruppen Rast machten. Oftmals habe eine mündliche Verwarnung gereicht, damit die Biker weiterfuhren, so Görtz. Am Samstag jedoch sei eine sechsköpfige Gruppe von Motorradfahrern eher uneinsichtig gewesen und habe sich mit den Ordnungskräften einen Disput geliefert. Gegen sie sei ein Bußgeldverfahren eingeleitet worden. Ebenso wie gegen mehrere Jugendliche, die sich am Freitagabend getroffen und Drogen konsumiert haben. „Im Großen und Ganzen sind wir aber zufrieden“, betonte Görtz. „Die Maßnahme, Plätze abzusperren, hat offenbar zu einem Umdenken geführt.“

Die Stadt Xanten hatte am Ostersonntag und Ostermontag die Parkplätze von beliebten Ausflugszielen wie Süd- und Nordsee sowie Rheinfähre gesperrt, um dort Ansammlungen von Menschen zu verhindern. Das Ordnungsamt stellte daraufhin keine größeren Verstöße gegen die Kontaktsperre mehr fest, wie Görtz berichtete. Deshalb habe die Stadt an diesem Wochenende darauf verzichtet, die Parkplätze zu sperren. „Der einzige Bereich, der gesperrt ist und bleibt, ist an der Rheinfähre, weil das einfach ein großer Anziehungspunkt für Motorradfahrer ist“, erklärte Görtz.

Anfang April hatte das Ordnungsamt allein am Sonntag zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung festgestellt und deshalb 25 Bußgeldverfahren eingeleitet. Vor allem auswärtige Gäste, insbesondere Motorradfahrer, hätten die Regeln missachtet, sagte Görtz damals und wandte sich an die NRW-Landesregierung. Diese erließ zwar kein Ausflugsverbot, wie von Görtz gefordert, appellierte aber an die Bevölkerung, auf touristische Ausflüge im Moment zu verzichten.

(beaw)