Xanten: Nicole Peeters ist neue Leiterin der Stadtbücherei

Nicole Peeters : Xantens neue Stadtbücherei-Leiterin bringt viele Ideen mit

Nicole Peeters ist die neue Leiterin der Stadtbücherei Xanten. Anita Rosenberg ist nach 38 Jahren in den Ruhestand gegangen.

Da kamen ihr doch die Tränen: Mit einem selbst gebastelten Buch mit eigenen Texten und Bildern verabschiedete sich am Freitag eine Abordnung von Grundschulkindern von der langjährigen Leiterin der Stadtbücherei. „Die Viktor-Schule sagt Danke“, steht in großen Lettern auf dem Deckblatt. Und: „Schade, dass du nicht mehr da bist.“ Denn Diplom-Bibliothekarin Anita Rosenberg übergibt nach 38 Jahren den Schlüssel an Nicole Peeters (38) und geht in den Ruhestand. Sie hat die Einrichtung geprägt, auch kleinen Verlagen für ihre Bücherei eine Plattform gegeben, immer wieder neue Ideen eingebracht wie die Vorlesepaten, die jeden Samstag ehrenamtlich Kindern eine Stunde lang vorlesen.

„Die Zusammenarbeit mit den Schulen und Kindergärten, die war mir immer wichtig. Und das hat in Xanten wunderbar geklappt“, sagt Anita Rosenberg und spricht damit ihrer Nachfolgerin aus dem Herzen. Bevor sich Nicole Peeters auf die Stelle bewarb, hat sich die 38-jährige Mutter von drei kleinen Kindern (zwei, vier und sechs Jahre alt) in der Bücherei umgesehen. „Die Literatur-Auswahl, die hat mich begeistert.“ Sie sei glücklich, hier arbeiten zu können, auch wenn die Fußstapfen doch groß seien, in die sie trete. Auch für Nicole Peeters ist es eine Herzensangelegenheit, Kinder an Bücher und das Lesen heranzuführen. In Stuttgart geboren und aufgewachsen, hat sie dort Bibliotheks- und Medienmanagement mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendbibliothek studiert, ein Fernstudium in Wien angeschlossen, sieben Jahre eine Bücherei in Fellbach und zwei Jahre die Stadtteil- und Schulbibliothek Oberhausen-Osterfeld geleitet. Seit vier Jahren lebt sie mit ihrer Familie in Alpen. Ihr Mann kommt „von hier wech“, wie der Niederrheiner so schön sagt. Sie fühlt sich wohl hier, freut sich auf ihre neue Aufgabe. Und sie bringt auch eigene Ideen mit, möchte Projekte zum Thema Gesundheit und Ernährung anstoßen, die Zusammenarbeit mit weiterführenden Schulen ausbauen, Bilderbuchkinos an Schreibwerkstätten anschließen, die sich auch auf Kindergärten übertragen lassen, wo Kinder dann Geschichten malen. Für den Monat Dezember schwebt ihr ein „literarischer Adventskalender“ auf der Grundlage des Buches „Pippi plündert den Weihnachtsbaum“ vor.