Xanten: Neubürger erzählen, warum sie nach Xanten gezogen sind

Xanten : Das Schönste ist die Aussicht auf den Dom

Beim Neubürgerempfang im Rathaus erzählten einige Zugezogene, warum sie nun in Xanten leben.

In der Zeit vom 1. Juli 2017 bis zum 30. Juni 2018 sind insgesamt 668 Menschen nach Xanten gezogen. Mit einem abwechslungsreichen Programm, moderiert von Radio KW-Mann Marc Torke, begrüßte die Stadt ihre Neubürger am vergangenen Sonntag im Ratssaal.

Die Gründe dafür, sein Leben in die niederrheinische Domstadt zu verlagern, sind so vielfältig wie die Menschen. Heidi Höne etwa, die im vergangenen November von Issum nach Marienbaum gezogen ist, schätzt die Infrastruktur: „Die Einkaufsmeile Sonsbecker Straße ist sehr praktisch und mit dem Bus bequem zu erreichen. Auch die Innenstadt gefällt mir sehr gut.“

Lilian und Heinz Hausmann aus Berlin. Foto: Fischer, Armin (arfi)

Lilian und Heinz Hausmann hat es an den Rand des Europaplatzes und damit mitten in die Stadt verschlagen. An das pulsierende Leben um sie herum mussten sich die 85-jährigen nicht lange gewöhnen, denn sie sind im Dezember aus Berlin nach Xanten gezogen, um in der Nähe ihres Sohnes zu sein. Ihr Lieblingsplatz ist längst die heimische Terrasse. „Von dort haben wir einen freien Blick auf den Dom, das ist einfach schön“, erklärt Heinz Hausmann. Eine große Umstellung stellt für die beiden der im Vergleich zur durchgetakteten Hauptstadt eher spärlich verkehrende ÖPNV dar. „Wenn ich zum Arzt nach Kamp-Lintfort muss, bin ich zwei Stunden unterwegs. Das ist wirklich ausbaufähig“, bemängelt Lilian Hausmann.

Heidi Höne. Foto: Fischer, Armin (arfi)

Für Elisabeth und Helmut Rother war der Umzug von Alpen nach Xanten lange überfällig, immerhin haben beide ihr Berufsleben hier verbracht und waren lange Zeit Mitglieder im Blutwurstkomitee. „Xanten ist für uns sofort zur Heimat geworden. Es ist wunderschön hier und wir sind ganz herzlich aufgenommen worden“, erklären die beiden einstimmig. Dass immer wieder Kritik am Tourismus laut wird, kann Elisabeth Rother derweil nicht nachvollziehen: „Wir sind doch selber Touristen, wenn wir woanders hingehen. Uns stört das überhaupt nicht, obwohl die Busse täglich an unserer Wohnung am Spülsteg vorbeifahren.“

Doris und Detlef Scholz aus Millingen. Foto: Fischer, Armin (arfi)

Ähnlich sieht es auch Detlef Scholz, der mit seiner Frau Doris erst vor drei Monaten aus Rheinberg-Millingen in die Römerstadt kam: „Ich finde es toll, dass hier so viel für den Tourismus getan wird. Davon profitieren Bürger und Stadt gleichermaßen.“ Besonders Xantens Geschäftsleute dürften sich auf das Paar aus dem Rheinberger Norden freuen. Detlef Scholz: „Wir halten sehr viel von Heimat-Shoppen, möchten dort unser Geld ausgeben, wo wir wohnen. Das ist in Xanten gut möglich, von unserer Wohnung an der Poststraße sind viele Geschäfte und auch Ärzte und Apotheken fußläufig erreichbar.“

Neben der guten Infrastruktur werden zudem immer wieder das große kulturelle Angebot sowie das gesellschaftliche Miteinander als Beweggründe für einen Umzug genannt. „Das Vereinsleben in Xanten ist sehr ausgeprägt, da ist für jeden etwas dabei. Und die Menschen hier feiern gerne in der Gemeinschaft, ob beim Karneval oder dem Oktoberfest. Das ist nicht schlechter als in Rheinberg“, erzählt Detlef Scholz.

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