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Xanten: Nachwuchs macht sich fit für die Manege von Jonny Casselly

Mitmachzirkus in Xanten : Nachwuchs macht sich fit für die Manege

Sechs Wochen lang können Ferienkinder im Xantener Mitmachzirkus von Jonny Casselly junior ihre akrobatischen Fähigkeiten trainieren. Zum Abschluss treten die kleinen Akrobaten in einer Gala-Show auf.

Wer hat als Kind nicht davon geträumt, einmal Artist im Zirkus zu werden? In Xanten sind es Jessica und Jonny Casselly junior zusammen ihrer Tochter Katy und dem Team, die in ihrem Mitmachzirkus an der Xantener Südsee dafür sorgen, dass Träume von insgesamt 600 Kindern wahr werden. Mittlerweile ist es das siebte Jahr, in dem die Kinder ihre Fähigkeiten unter anderem als Seiltänzer, Zauberer, Bodenakrobaten, Trampolinspringer oder Trapezkünstler unter Beweis stellen können. Zum Abschluss gibt es eine große Gala-Show.

Bis dahin gibt es aber noch viel zu lernen: Da wären zum Beispiel die „Zauberlehrlinge“, die unter Jessica Cassellys Anleitung völlig erstaunt erfahren, dass sie in der Lage sind, ein Buch nur mit Kraft ihrer Gedanken zu gestalten. Wie das geht, soll an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden. Den Kindern entlockte die Enthüllung durch die Zirkus-Chefin jedenfalls ein begeistertes „Ah“. Neugier weckte auch der Trick, wie man ganz schmerzlos auf einem Nagelbrett liegen kann, gefragt waren die Übungen am Trapez oder am vertikal aufgehängten Tuch.

 Besprechung im Zirkuszelt: Jedes Kind bekommt seine Aufgabe.
Besprechung im Zirkuszelt: Jedes Kind bekommt seine Aufgabe. Foto: Randolf Vastmans
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Letzteres ist allerdings etwas anspruchsvoller, erfordert viel Kraft und Ausdauer. „Bei manchen Übungen müssen die Kinder daher auch feststellen, dass ihre Fähigkeiten nicht immer ihren Vorstellungen entsprechen“, sagt Jonny Casselly junior. Das mache aber nichts. „Bis jetzt war immer für jeden etwas dabei“, ergänzt der Zirkus-Chef. Was für ein Artist in jedem Kind schlummert, wird in Workshops aufgespürt. Die persönlichen Wünsche würden möglichst berücksichtigt. „Allerdings kann nun mal nicht jeder Hochseilartist oder Trapezkünstler sein“, so Jonny Casselly. „Ein Zirkus lebt von der Vielfalt seiner unterschiedlichen Darbietungen, und der Clown ist genauso wichtig wie der Akrobat.“ Das erkannten auch die Kinder sehr schnell und engagierten sich in den ihnen zugewiesenen Bereichen.

Täglich wird nun montags bis donnerstags jeweils von 10 bis 16 Uhr im Zirkuszelt trainiert. Aktuell geschieht dies unter Beachtung der Corona-Schutzverordnung. Dafür hat Jonny Casselly ein Sicherheitskonzept ausgearbeitet. So müssen die Kinder zweimal pro Woche, Montag und Donnerstag, getestet sein. Im Zelt müssen sie ihre Masken tragen. Abnehmen dürfen sie diese lediglich beim Essen und Trainieren. Auch für die Rückverfolgbarkeit einer eventuellen Infektionskette ist durch Registrierung gesorgt. Den Kindern scheinen die Maßnahmen nichts auszumachen. Sie haben auch mit Maske ihren Spaß. Zur Gala am Freitag, bei der die Kinder den Erwachsenen ihre Künste vorführen dürfen, sind jeweils 300 Zuschauer zugelassen. Sie müssen nachweisen, geimpft, genesen oder auf Covid-19 getestet zu sein.

 Jessica Casselly bringt ihren „Zauberlehrlingen“ ein paar magische Tricks für die Gala-Show bei.
Jessica Casselly bringt ihren „Zauberlehrlingen“ ein paar magische Tricks für die Gala-Show bei. Foto: Randolf Vastmans

Für Familie Casselly und das Zirkusteam sei es schön, wieder relativ unbeschwert auftreten zu können. „So erleben wir das Gänsehaut-Gefühl mal wieder“, sagt der Chef des Familienunternehmens erfreut. Kostenpflichtiger Inhalt Die Zeit des Lockdowns stellte eine große Herausforderung dar. Cassellys überbrückten diese mit Gelegenheitsjobs.

Umso größer sei nun die Hoffnung auf Normalität, wie Jonny Casselly junior sagt. „Unsere große Hoffnung liegt darin, den diesjährigen Weihnachtszirkus durchführen zu können.“ Zudem sei man dabei, eine Zirkusschule für Kinder zu gründen. An die 30 Anmeldungen lägen bereits vor. Der nächste Schritt sei dann eine Zirkusschule für Erwachsene.

(vast)