Straßenbeleuchtung in Xanten CDU macht Kompromissvorschlag zur Nachtabschaltung

Xanten · Xantens Politik befasst sich erneut mit der Nachtabschaltung. Die CDU rückt von ihrem Nein dazu ab und schlägt stattdessen eine Änderung der Zeiten vor, wann die Straßenlaternen ausgeschaltet werden.

Nachts liegen Xantens Straßen vier Stunden im Dunkeln.

Nachts liegen Xantens Straßen vier Stunden im Dunkeln.

Foto: RP/Markus Werning

In der Diskussion um die Nachtabschaltung in Xanten ändert die CDU ihren Standpunkt und macht einen Kompromissvorschlag. In einem Antrag für die politischen Beratungen schlägt sie vor, dass die Straßenlaternen in den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag nur noch zwischen 2 Uhr und 4 Uhr ausgeschaltet werden. In den anderen Nächten soll es bei den vier Stunden bleiben, aber sie sollen auf den Zeitraum von 0 Uhr bis 4 Uhr verschoben werden.

Bisher hatte sich die CDU gegen die Nachtabschaltung ausgesprochen und mit dem Sicherheitsgefühl der Bevölkerung argumentiert. Nun rückt sie von ihrem Nein ab, um zumindest andere Abschaltzeiten zu erreichen. Denn alle anderen Fraktionen im Stadtrat hatten im September 2022 und auch im Dezember 2022 dafür gestimmt, dass die Straßenbeleuchtung in Xanten zwischen 0.30 Uhr und 4.30 Uhr ausgeschaltet wird, um den Stromverbrauch zu senken. Anlass war die Energiekrise gewesen.

Obwohl die Nachtabschaltung also schon zweimal beschlossen worden ist, stand sie auch schon vor dem Antrag der CDU wieder auf der Tagesordnung: Die Frauen Union, die zur CDU gehört, hatte dazu einen Antrag eingereicht. Darin fordert sie, dass die Straßenbeleuchtung nachts wieder eingeschaltet bleibt. Damit befasst sich der DBX-Betriebsausschuss am Donnerstag, 30. November, der Hauptausschuss, am Dienstag, 5. Dezember, und abschließend der Stadtrat am Donnerstag, 7. Dezember.

In den Unterlagen für die politischen Beratungen erklärte die Verwaltung, dass ihr „bisher keinerlei Berichte über mit der Nachtabschaltung verbundene Probleme oder Schwierigkeiten“ vorliegen. Aus ihrer Sicht gebe es keine Änderungen an der Argumentation für den Beschluss. Es sei sogar ein Argument für die Nachtabschaltung dazugekommen: Die Umstellung der Technik habe Geld gekostet, es wäre umsonst ausgegeben worden, wenn die Nachtabschaltung zurückgenommen werde. Und das Argument, den Stromverbrauch der Laternen voraussichtlich um etwa ein Drittel zu senken, bestehe immer noch.

Eine Mehrheit des Stadtrats könnte also ein drittes Mal für die Nachtabschaltung stimmen. Deshalb erklärt die CDU: Der Energiespareffekt könne auch erzielt werden, wenn die Abschaltzeiten verändert und damit an das Verhalten der Menschen angepasst würden, sagte der Fraktionsvorsitzende Pankraz Gasseling auf Nachfrage unserer Redaktion. An den Wochenenden seien nachts noch einige Menschen unterwegs, und in der Woche müssten einige Berufsgruppen schon um 4 Uhr zur Arbeit fahren. Technisch sei eine Änderung der Abschaltzeiten möglich.

(wer)
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