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Xanten: Mittelstandsunion erreicht Etappenziel in Minijob-Debatte

Höhere Zuverdienstgrenze : Xantens Mittelstandsunion erreicht Etappenziel in Minijob-Debatte

Die Xantener Mittelstandsunion fordert eine höhere Zuverdienstgrenze für Minijobber. Das Thema wird mittlerweile auf Bundesebene behandelt. „Das ist ein Mega-Erfolg“, sagt Xantens MIT-Vorsitzender Paeßens.

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) in Xanten setzt sich seit langem dafür ein, dass Minijobber im Monat 600 statt 450 Euro verdienen und ihre Arbeitszeit flexibler einteilen dürfen. Diesem Ziel ist der Stadtverband einen wichtigen Schritt nähergekommen: Nachdem sich der Kreisverband schon hinter diese Forderung gestellt hatte, hat sich auch der Bundesmittelstandstag dafür ausgesprochen. Dadurch müsse sich die CDU auf Bundesebene mit diesem Thema beschäftigen, sagt Sven Paeßens, MIT-Vorsitzender in Xanten. „Das ist ein Mega-Erfolg.“ Laut Medienberichten machen sich bereits Unionspolitiker für höhere Verdienstgrenzen und flexiblere Arbeitszeiten bei Minijobs stark.

Die MIT ist eine Unterorganisation der CDU. Der Xantener Stadtverband hatte im April seinen Minijobber-Antrag auf den Weg gebracht. In einer von Tourismus geprägten Region arbeiteten viele Menschen für 450 Euro, zum Beispiel in der Gastronomie, sagt Paeßens. Seit 2013 sei die Minijobgrenze nicht angehoben worden, aber der Mindestlohn gestiegen, sodass Minijobber heute mit weniger Stunden schon die 450-Euro-Grenze erreichten. Die Arbeitgeber könnten sie also weniger einsetzen. Künftig soll die Zuverdienstgrenzen regelmäßig an die Preis- und Lohnentwicklung angepasst werden, fordert die MIT. Auch andere Stadtverbände hatten sich dafür eingesetzt, sagt Paeßens. Im Beschluss seien Formulierungen der Xantener übernommen worden.

Der Stadtverordnete ist seit 2017 Vorsitzender der MIT Xanten und gerade wiedergewählt worden. Außerdem gehören zum Vorstand: Marcel Grewe (Stellvertreter) Dirk Overhage (Schriftführer), Christian Strunk (Schatzmeister), Justus Janßen (Internetbeauftragter), Ulrike Arntzen, Angela Bayer, Friedrich Altenschmidt, Katja Scharf und Wolfram Beinhardt (alle Beisitzer). Dietmar Kisters und Daniel Mowagharnia sind Kassenprüfer. Stephanie Gerlach-Strunk sei auf eigenen Wunsch nicht mehr angetreten, erklärt Paeßens. Die Zahl der Mitglieder sei in den vergangenen Jahren von 15 auf 37 gestiegen. Der Stadtverband treffe sich regelmäßig zum Stammtisch und diskutiere über Entwicklungen in der Stadt. Dabei konzentriere sich die MIT auf Wirtschafts- und Arbeitsthemen. „Wir wollen eine konstruktive Kraft in Xanten sein.“