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Xanten: Marienschule organisiert Gedenken an Befreiung von Auschwitz

Gedenkveranstaltung in Xanten geplant : Schülerinnen erinnern an Auschwitz

Am 27. Januar wird an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz und die Opfer des Holocausts erinnert. Die Marienschule und die Prosteigemeinde laden zu einer Gedenkveranstaltung in den Xantener Dom ein.

Mit einer öffentlichen Gedenkveranstaltung im Xantener Dom wird am Donnerstag, 27. Januar, an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 77 Jahren erinnert. Dazu laden die Propsteigemeinden und die Marienschule ein. Das Gedenken wird von 21 Schülerinnen der zehnten Klasse organisiert, die in der Arbeitsgemeinschaft „Auschwitz mit eigenen Augen sehen“ arbeiten. Die Gedenkveranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt erfolgt über den Kreuzgang oder durch das Südportal. Es gilt die allgemeine Maskenpflicht. Die Abstände sind wie in den Gottesdiensten einzuhalten.

Wie die Lehrkräfte Jörg Heinemann und Ute Heinrich berichteten, bietet die Marienschule seit einigen Jahren interessierten Schülerinnen der Abschlussklassen an, „Auschwitz mit eigenen Augen zu sehen“ und so „eine besondere Verantwortung für ein friedliches und respektvolles, wertschätzendes und tolerantes Miteinander von Völkern und Religionen zu entwickeln“. Ein Schulhalbjahr lang arbeiteten die Schülerinnen zusammen, Ende Oktober haben sie die Gedenkstätte und das frühere Konzentrations- und Vernichtungslager besucht.

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Zum Abschluss der gemeinsamen Zeit in Xanten und Polen bereiten die Schülerinnen die Gedenkveranstaltung vor, „um der notwendigen Mahnung und Erinnerung Raum zu geben und dabei ihre eigenen Erfahrungen und Erlebnisse einfließen zu lassen“, erklärten die Lehrkräfte. „Aus der Erinnerung muss aktives Handeln erwachsen: Nein sagen, wenn Unrecht geschieht, einschreiten, wo Menschen ausgegrenzt und verletzt werden, wachhalten, was nicht in Vergessenheit geraten darf.“

Auschwitz war am 27. Januar 1945 von der russischen Armee befreit worden. Das Konzentrationslager ist zu einem Symbol für den Holocaust geworden. Deshalb wird am 27. Januar an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. „Wir tragen keine Schuld an dem millionenfachen Unrecht, wir haben aber eine nicht endende Verantwortung für das Miteinander“, erklärt die Marienschule.

(wer)