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Xanten: Marienschülerinnen spielen sich in die Herzen des Publikums

Aufführung des Klassikers „Der Kleine Prinz“ : Marienschülerinnen spielen sich in die Herzen des Publikums

Die Theater- und Chor-AG der Xantener Marienschule führte den Klassiker „Der kleine Prinz“ auf. Das Kunstmärchen war um aktuelle Bezüge ergänzt worden. Es wurde eine gelungene Vorstellung.

Es ist Dienstagabend in der Marienschule am Xantener Dom. Immer mehr Menschen strömen in die Aula. Alle Stühle sind besetzt, einige Besucher müssen stehen. Dann verstummt das Gemurmel in den Zuschauerreihen. Pascal Schäfer setzt sich an den Flügel vor der Bühne, Kirsten Schwarz zieht sich einen Umhang um. Die beiden unterrichten an der katholischen Mädchen-Realschule und haben mit den 33 Schülerinnen der Chor- und Theater-AG den Klassiker „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry einstudiert.

Kirsten Schwarz begrüßt die vielen Zuschauer, die meisten sind Eltern und Geschwister der Darstellerinnen. Sie bedaure sehr, dass nicht alle einen Sitzplatz gefunden haben, sagt sie. „Wir sind überwältigt, dass so viele Menschen da sind. Wir hoffen, dass Sie in den nächsten zwei Stunden so viel Spaß haben, dass Sie vergessen, dass Sie hinten stehen müssen.“ Sie wird Recht behalten: Die 33 Schülerinnen singen und spielen sich an diesem Abend in die Herzen der geschätzt 350 Zuschauer, zeigen eine beeindruckende Vorstellung.

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„Der Kleine Prinz“ ist ein modernes Kunstmärchen, es wird als Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit interpretiert. Die Chor- und Theater-AG hat den Klassiker seit Schuljahresbeginn einstudiert. Der Originaltext ist um Szenen gekürzt oder erweitert worden, wodurch die zeitlose Botschaft der Geschichte durch Bezüge zu aktuellen Themen ergänzt worden ist. Dazu singt das Ensemble thematisch passende Songs unter anderem von Adel Tawil, Matthias Distel, Sido, Abba und Michael Jackson.

Im Theaterstück der Marienschule erzählt eine Pilotin, die wegen einer Panne in der Wüste notlanden musste, die Geschichte des kleinen Prinzen. Er ist tief traurig, weil er allein auf einem Planeten lebt. Sein einziger Gesprächspartner ist eine sprechende Rose, die aber nur für ihre Schönheit bewundert werden will. Der kleine Prinz macht sich daher auf die Suche nach wahren Freunden. Er trifft verschiedene Menschen, aber sie sind nur mit sich beschäftigt. Irgendwann landet er auf dem Mars, wo der einzige Bewohner Kartoffeln und Bäume anpflanzt – für die acht Milliarden Menschen, die auf der Erde leben, sie aber immer weiter zerstören.

Hana ter Bekke und Mara Hochgreef aus der achten Klasse, Murieann Terschlüsen und Nina Möllemann (Klasse 7) sowie Jasmin Gruschka aus der Klasse 9 schlüpfen an diesem Abend abwechselnd in die Rolle des kleinen Prinzen. Sie spielen diese Rolle gut, genauso wie alle Schülerinnen der Theater- und Chor-AG. Das gesamte Ensemble verdient ein großes Lob, aber auch Pascal Schäfer und Kirsten Schmitz als Leiter der Arbeitsgemeinschaft verdienen es. Zurecht ernten sie einen lang anhaltenden Applaus zum Ende der gelungenen Vorstellung.

(wer)