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Xanten-Marienbaum: Sanierung der B57 hat begonnen – Umleitung ausgeschildert

Ortsdurchfahrt Marienbaum gesperrt : Sanierung der B57 hat begonnen – Umleitung ausgeschildert

In Xantens Ortsteil Marienbaum hat die Sanierung der Bundesstraße 57 begonnen. Die Ortsdurchfahrt ist gesperrt, nur Anlieger dürfen durch. Umleitungen sind ausgeschildert.

In Xantens Ortsteil Marienbaum wird die Bundesstraße 57 saniert. Auf einer Strecke von rund 1,5 Kilometern bekommt sie eine neue Fahrbahndecke. Die Arbeiten haben am Dienstag begonnen und sollen bis Oktober abgeschlossen sein. Zuständig ist der Landesbetrieb Straßen NRW, der eine Baufirma beauftragt hat. Die Maßnahme kostet rund 1,8 Millionen Euro.

Straßen NRW begründet die Bauarbeiten mit dem Zustand der B 57. Im Asphalt seien Risse, die Bundesstraße habe Schlaglöcher, sie sei uneben, sagte Projektleiter Dietmar Giesen. Die Sanierung sei notwendig, um die Infrastruktur zu erhalten. Während der Bauarbeiten müssen sich Anwohner und Pendler auf Einschränkungen einstellen. Die B 57 ist eine wichtige Verbindung zwischen Xanten und Kalkar und Marienbaums Hauptverkehrsader.

Für den Fernverkehr sind zwei Umleitungen eingerichtet worden: eine im Süden über Uedem und Labbeck sowie eine im Norden über Vynen. Die Strecken sind ausgeschildert. An Marienbaums Ortseinfahrten wurden Absperrungen aufgestellt. Nur Anlieger sollen noch ins Dorf fahren, sie sollen auch so lange wie möglich ihre Häuser erreichen können. Deshalb wurde die Strecke in fünf Abschnitte unterteilt, die zwischen 120 und 470 Meter lang sind. Sie werden nacheinander saniert und dafür jeweils tagsüber von 7 bis 18 Uhr gesperrt. Dann kommen auch Anlieger nicht mehr durch. Von 18 bis 7 Uhr gibt es auf dem jeweils gesperrten Bauabschnitt eine Einbahnstraßenregelung (Fahrtrichtung Kalkar).

Die Bauarbeiten beginnen am Ortsausgang Kalkar, von dort wandert die Baustelle in den nächsten Monaten durch Marienbaum bis zum Ortsausgang Xanten. Währenddessen richtet Straßen NRW vor Ort ein Bürgerbüro ein: in der Emil-Underberg-Straße, wie Giesen sagte. Mittwochs ab 11 Uhr sei dort Sprechstunde, betroffene Anlieger könnten sich melden, wenn es ein Problem gebe, dann könne gemeinsam eine Lösung geprüft werden.

Straßen NRW hatte die Pläne für die Sanierung auf einer Bürgerversammlung Anfang März in Marienbaum vorgestellt. Anschließend hätten sich mehrere Anwohner gemeldet, berichtete Giesen. Alle Anfragen seien aber sachlich und freundlich gewesen. Er kenne es auch anders, aus anderen Regionen. „Am Niederrhein sind die Menschen verständnisvoller.“ Und von der Sanierung profitierten die Bürger, auch wenn es während der Sanierung Einschränkungen gebe.

Auf der Bürgerversammlung im März wurde gefragt, ob die Straße während der Sanierung nur halbseitig gesperrt werden könne, damit der Verkehr auf einer Spur weiterfahren könne. Vor allem die Gewerbetreibenden befürchten, dass sie für Kunden und Lieferanten nur noch schwer zu erreichen sind. Die Straße sei aber zu schmal, um Autos und Lastwagen halbseitig an der Baustelle vorbeizuführen, sagte Giesen. Die Sicherheit der Bauarbeiter und Verkehrsteilnehmer sei dann nicht mehr gewährleistet.

Ursprünglich hatte die Sanierung am 6. April beginnen sollen. Aber wegen Krankheitsfällen in der beauftragten Baufirma – unabhängig von der Corona-Pandemie – sei der Start um zwei Wochen verschoben worden, sagte Giesen. Aber sonst laufe alles wie bisher geplant. „Bisher ist alles gut“, sagte er nach dem Start am Dienstagmorgen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Sanierung der B57 in Marienbaum beginnt

(wer)