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Xanten: Mann wird Opfer von Telefon-Betrug

Auf neue Masche hereingefallen : Xantener überweist vierstelligen Betrag an Betrüger

Ein Mann aus Xanten (77) ist Opfer eines Betrugs geworden. Dabei fiel er auf eine Masche herein, die im Kreis Wesel noch nicht angewendet wurde, wie die Polizei berichtet. Sie mahnt zur Vorsicht.

Ein Mann aus Xanten ist einem Betrug zum Opfer gefallen. Wie die Polizei mitteilte, war der 77-Jährige von einem angeblichen Mitarbeiter einer Firma am Telefon davon überzeugt worden, einen vierstelligen Betrag auf ein Bankkonto zu überweisen. Da dem Xantener das Geldinstitut bekannt war, sei er nicht misstrauisch geworden.

Nach dem Anruf habe der Mann im Display seines Telefons auch zwei Nummern gesehen, die tatsächlich zu einer Bankfiliale in München gehören, erklärte die Polizei weiter. Doch das Geldinstitut habe den Rentner nicht angerufen. Daher werde davon ausgegangen, dass die Täter diese Rufnummern im Display des angerufenen Telefons anzeigen ließen. Die Masche nennt sich Call-ID-Spoofing.

Das Konto, auf das der Mann das Geld überwiesen hatte, sei bereits leer gewesen, als sich der Xantener gemeldet hatte, berichtete die Polizei. Die Täter hätten sich das Geld schon geholt, so dass es auch von der Bank nicht mehr zurückgeholt werden könne. Oft seien diese Konten über betrogene und ahnungslose Drittpersonen eröffnet worden. Die Täter hätten Zugang dazu und buchten ihre Beute sofort ab. Die eigentlichen Kontoinhaber seien meistens völlig ahnungslos.

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Die Betrugsmasche sei grundsätzlich nicht neu, aber im Kreis Wesel in dieser Form noch nicht angewendet worden, teilten die Ermittler mit. Sie riefen zur Vorsicht auf – „egal, ob es angeblich ausstehende Beträge von vermeintlichen Bestellungen sind oder Gewinne, die man erst ausgezahlt bekommt, wenn man einen Obulus für die Bearbeitung entrichtet“. Sollte ein Anrufer so etwas erzählen, sollten die Bürger hellhörig werden. „Sobald der Anrufer persönliche Daten abfragt oder Geld verlangt, handelt es sich fast immer um einen Betrugsversuch!“ In diesen Fällen solle das Telefonat beendet werden. „Niemals persönliche Daten weitergeben, stattdessen Verwandte einweihen!“, warnte die Polizei. „Und im Zweifelsfall immer die 110 wählen!“

(wer)