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Xanten: Ladestation für E-Autos eröffnet

Elektromobilität in Xanten : Weitere Ladestation für E-Autos eröffnet

Während das Auto Strom tankt, kann der Fahrer in Ruhe einkaufen gehen: In Xanten finden Besitzer von Elektrofahrzeugen nun auch am Westwall eine Ladestation.

Dirk Krämer öffnet den Kofferraum, holt das Kabel heraus, steckt das eine Ende in die Ladestation und das andere in sein Fahrzeug. Es piept einmal, dann fließt der Strom. An einem anderen Tag würde Krämer jetzt wahrscheinlich in Xantens Innenstadt etwas erledigen gehen – zumal das Parken für sein E-Auto kostenlos wäre – und vielleicht nach einer halben Stunde zurückkehren, der Akku hätte dann wieder genug Energie für 150 Kilometer. Aber an diesem Dienstag ist der Innogy-Mitarbeiter beruflich auf dem Parkplatz am Westwall: Zusammen mit Bürgermeister Thomas Görtz weiht er eine Ladestation für Elektro-Autos ein.

Es ist die dritte in Xanten. Die anderen stehen auf einem Parkplatz am Ostwall und an der Klever Straße. An jede Ladestation können gleichzeitig zwei Fahrzeuge angeschlossen werden. Damit sei die Ladeinfrastruktur in Xanten schon ganz ordentlich ausgebaut, sagt Innogy-Kommunalbetreuer Krämer. In manchen Städten gebe es mehr Ladepunkte, in anderen weniger, und insgesamt betreibe allein Innogy am Niederrhein mehr als 40 dieser Strom-Tankstellen.

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Dass drei Ladestationen schon recht viel sind, liegt natürlich auch daran, dass erst wenige Menschen ihr Auto mit Strom betanken. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes waren Anfang 2019 im Kreis Wesel 279 reine Elektroautos zugelassen. Hinzu kamen noch 1622 Hybrid-Fahrzeuge, also Autos, die zusätzlich zum Elektromotor noch einen konventionellen Antrieb haben. Die geringe Zahl dürfte am höheren Anschaffungspreis der Elektroautos liegen. Aber wenn es mehr E-Autos geben soll, muss es auch mehr Ladestationen geben. Oder in den Worten von Bürgermeister Görtz: „Der Verkehr der Zukunft soll sich elektrisch bewegen“, weiß der Bürgermeister. „Ein wichtiger Bestandteil der Elektromobilität ist eine funktionierende Energieversorgung.“ Erst neulich habe ihn ein Einwohner gefragt, wo er sein Elektro-Auto in der Stadt aufladen könne. Denn nicht jeder könne daheim eine Ladebox installieren, und das Ladekabel gehöre auch nicht in eine gewöhnliche Steckdose, erklärt Krämer. Deshalb baue die Stadt die Ladeinfrastruktur mit Innogy weiter aus, sagt Görtz. Etwa 17.000 Euro hat die Ladestation gekostet. Einen Teil übernimmt das Unternehmen. Das Bundesverkehrsministerium gibt außerdem Geld aus einem Förderprogramm. Rund 8700 Euro kommen von der Stadt. „Wir möchten die elektromobile Ladeinfrastruktur weiter vorantreiben und damit einen wichtigen Teil zum Umweltschutz beitragen“, sagt Wirtschaftsförderer Stefan Roeloffs. Ladestationen könnten „einen Anreiz“ für die Nutzung von Elektroautos geben, meint Krämer.