Xanten: Kurpark nimmt weiter Formen an

Xanten : Kurpark soll im Mai eingeweiht werden

Der barrierefreie Kurpark ist auf der Zielgeraden. Bürgermeister Thomas Görtz ist sicher: „Dieses Projekt wird am Ende überzeugen“. Um die 40 interessierte Xantener nahmen am Donnerstag an dem vierten und letzten Rundgang teil.

Man braucht nicht unbedingt gut zu Fuß zu sein, um künftig den neuen Kurpark in den Wallanlagen abzuschreiten. Nicht nur, weil die Wege barrierefrei sind und auch von Menschen genutzt werden können, die auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind. Sondern auch, weil man auf dem 2,5 Kilometer langen Spaziergang vom Südwall über den Ost-, Nord- und Westwall auf einer von 22 Sitzbänken verweilen kann, die entlang des Weges bereits aufgestellt sind oder noch werden. Und es muss sich auch niemand ins Unterholz schlagen, wenn’s denn mal pressiert: Am Freitag wurde mit den Vorarbeiten für die beiden Toilettenanlagen begonnen, eine am Ostwall in Höhe der Skateranlage, eine am Westwall neben dem neuen Spielplatz, auf dem die „alten“ Spielgeräte aufgebaut wurden, die bisher auf der Wiese am Haus am Stadtpark standen.

Katja Schreiber von der Planergruppe Oberhausen führte die Besuchergruppe ab Kreisverkehr Nibelungenplatz zunächst über den neuen Weg im Nordwall, machte kurz Halt am 12 Meter langen Drachen, den die Künstlerin Nicole Peters mit Kindern auf der Wiese in Höhe der Kriemhildmühle gebaut hat, und erklärte die weißen Streifen am Rande des Weges durch den Kurpark: Das seien Tastkanten, an denen sich Menschen mit Sehbehinderung orientieren können. Zwei fest Tisch-Bank-Kombination an der Mühle, Sitzmöglichkeiten unter einer Pergola, die noch mit Ranken bepflanzt werden und dadurch ein „grünes Dach“ bekommen soll: Die Besuchergruppe war zufrieden.

Rund 40 interessierte Bürger nahmen an der vierten Baustellenführung im Kurpark teil. Foto: Fischer, Armin (arfi)

Nächster Halt: Der Weberturm zu Beginn des Westwalls. Der kleine Turm wird aktuell umgebaut und saniert. Er kann, so TIX-Chefin Sabine van der List, für Lesungen oder Vorträge oder als Veranstaltungsraum beispielsweise für Lauftreffs genutzt werden. Tipp einer Hundebesitzerin während des Rundganges: An den Spendenboxen für Hundekotbeutel auch Abfalleimer zu installieren, damit die volle Tüte gleich entsorgt werden kann.

Im Weberturm können künftig Lesungen stattfinden. Foto: Fischer, Armin (arfi)

Nächster Halt: Das Gradierwerk im Westwall in Höhe des Altenheimes „Haus am Stadtpark“, das derzeit gebaut wird und bis zum Jahresende fertig sein muss – so steht es in dem Beschluss vom Land, das das 5,4 Millionen-Projekt Kurpark zu 80 Prozent fördert. Acht Meter hoch, 25 Meter lang ist der Holzbau, er wird mit Schwarzdorn bestückt (der ab und zu geschnitten werden muss), die Sole rieselt von oben runter in ein Wasserbecken und wird wieder hochgepumpt. Auch hier soll es eine Pergola mit Sitzbänken geben, auf denen man sich niederlassen und die salzhaltige Luft einatmen kann. „Das wird eine Verweilstätte“, ist Harald Rodiek vom Dienstleistungsbetrieb Xanten (DBX) sicher. Auch, weil es noch einen Barfußpfad geben und noch ein Kneippbecken gebaut wird, zwischen Gradierwerk und einem Rosengarten, der zur Zeit angelegt wird und in dem man sich auch zum Boulespielen treffen kann. Damit auch Rollstuhlfahrer an den Rosen riechen können, ist ein Beet höher angelegt. Die ersten Rosen dürften aber erst 2019 blühen.

Bürgermeister Görtz, geht davon aus, dass der neue Kurpark im Mai 2019 eingeweiht werden kann.

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