„SlowMotion“ in Xanten Kunstprojekt bietet Auszeit vom Alltagsstress

Xanten · Unter dem Titel „SlowMotion“ versprechen mehrere Künstler und Musiker am Samstag in Xanten einen Abend zur Entschleunigung und Besinnung. Es soll ein Auftakt für weitere Impulse in den nächsten Wochen sein.

 Sie stellten das Kunstprojekt „SlowMotion“ gemeinsam vor (v.l.): Gudrun Kleffe, die das Banner „4 Jahreszeiten“ geschaffen hat, Logotherapeutin Alexa Willems, Video-Künstlerin Gabriele Kremer, Bürgermeister Thomas Görtz (Verein Stadtkultur), Isabel Obdemom (Leader-Region) und Kunsttherapeutin Martina Gabriel.

Sie stellten das Kunstprojekt „SlowMotion“ gemeinsam vor (v.l.): Gudrun Kleffe, die das Banner „4 Jahreszeiten“ geschaffen hat, Logotherapeutin Alexa Willems, Video-Künstlerin Gabriele Kremer, Bürgermeister Thomas Görtz (Verein Stadtkultur), Isabel Obdemom (Leader-Region) und Kunsttherapeutin Martina Gabriel.

Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Viele Menschen hetzen von Termin zu Termin, ihr Alltag gleicht einem Hamsterrad. Am Samstagabend, 10. September, sind sie und alle anderen dazu eingeladen, einmal durchzuatmen, zur Ruhe zu kommen, Luft zu holen. Genau dafür beginnt um 19.30 Uhr im Dreigiebelhaus in Xanten ein Kunstprojekt mit dem Titel „SlowMotion“ – übersetzt: Zeitlupe. Es soll eine Möglichkeit sein, in entspannter Atmosphäre zu verweilen und ungezwungen zu genießen. So steht es in der Einladung.

Ausrichter ist der Verein Stadtkultur. Die Konzeptentwicklerinnen und Projektleiterinnen sind die Kunsttherapeutin Martina Gabriel und die Logotherapeutin Alexa Willems. Mehrere Künstler und Musiker unterstützen sie dabei. Zusammen realisieren sie die Abendveranstaltung und wollen damit zeigen, „dass Entschleunigung und Besinnung keinesfalls langweilig, sondern eine innere Bereicherung sind“. Karten gibt es für zehn Euro im Vorverkauf in der Tourist Information Xanten (TIX) und für zwölf Euro an der Abendkasse. Unterstützt wird das Kunstprojekt durch die Leader-Region.

Am Samstagabend wird eine Ausstellung mit Werken verschiedener Künstlerinnen und Künstler eröffnet. Dabei sind Martina Gabriel (Malerei) aus Xanten, Gudrun Kleffe (Kunst mit textilen Materialien) aus Moers, Stefan Kranz (Bewegte Skulpturen) aus Wesel und Gabriele Kremer (Videokunst) aus Xanten. Dazu spielen Ingo Borgardts (Klarinette, Klanginstrumente) aus Dinslaken und Stefan Kranz (Hand-Pan) aus Wesel. Musicaldarstellerin Aileen-Chantal Rothkegel aus Xanten tanzt dazu.

Die Besucherinnen und Besucher erwartet also ein einmaliges Zusammenspiel von Kunst und Kultur. Alle Akteure verbindet das Oberthema: „SlowMotion“, inspiriert durch die Natur, umgesetzt in Kunst. Mit Klangvariationen lädt Stefan Kranz zum Beispiel zur „Entdeckung der Langsamkeit“ ein, während seine bewegten Skulpturen gleichzeitig „fesselnd“ und „den Geist beruhigend“ sind, wie er verspricht. Und Martina Gabriel hat für die Ausstellung Werke ausgewählt und geschaffen, „die das langsame Hineinwachsen in einen weiten Raum und die Leichtigkeit betonen“.

Gudrun Kleffe zeigt Werke, zu denen sie die Natur inspiriert hat. Dazu gehört zum Beispiel eine Arbeit, die am Abend zum Tanz von Aileen-Chantal Rothkegel ausgerollt wird. Zu sehen sind Farben und Stoffe, die sich sofort mit den Jahreszeiten verbinden lassen. Dasselbe gilt für die Videoarbeit „Cycle of Time“ von Gabriele Kremer: Darin zeigt sie den Kreislauf der Jahreszeiten. „Durch unterschiedliche Montagetechniken wird das Ineinandergreifen, Überlagern und Überlappen der natürlichen Abläufe in der Pflanzenwelt und der Natur aufgegriffen und visualisiert“, erklärt die Künstlerin. „Ein Prozess, festgehalten als Rausch der Eindrücke, immer in Bewegung und uns doch entschleunigend.“

Die Abendveranstaltung soll ein Auftakt sein. Bis Ende des Monats soll es weitere Impulse zur Entschleunigung geben: Die Ausstellung der bildenden Künstlerinnen und Künstler ist während der Öffnungszeiten des Dreigiebelhauses bis zum 30. September in der Galerie zu sehen. Außerdem sind zwei weitere Veranstaltungen geplant (siehe Info-Kasten). Das Motto lautet: „Nähren Sie Ihre Seele durch Kunst!“

(wer)