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Xanten: Künstler zeigen ihre offenen Ateliers

Xanten : Offene Werkschau mit vielen Techniken

Am Wochenende gewährten sieben Künstler im gesamten Xantener Stadtgebiet einen Einblick in ihre Ateliers. Seit 2002 lädt der Verein Stadtkultur alle zwei Jahre zu den Tagen der Offenen Ateliers ein.

Nach Birten hatte Brigitte Dupont mit Gastkünstler Harald Hopp eingeladen. In Xanten standen die Türen zu den Ateliers der Künstler Ferdinand Roters, Inge und Rolf-Günther Franz sowie Hanne Ness und Maria d. C. Cavalcanti-Heinich offen. Simone van Gelder-Tosses und Gastkünstlerin Melanie Wormland-Weinhold waren mit ihren Werken in Lüttingen anzutreffen, und zum Atelier-Haus von Udo Sieberer begaben sich die Gäste nach Obermörmter.

Seit 2002 lädt der Verein Stadtkultur alle zwei Jahre zu den Tagen der Offenen Ateliers ein. Im Gründungsjahr lag die Projektleitung in den Händen des Ehepaars Franz, in diesem Jahr bereiteten Melanie Wormland-Weinhold und Martina Gabriel das zweitägige Projekt vor. „Ich habe die recht aufwendigen Vorbereitungen gern mit getragen und bedaure es sehr, dass ich mein Atelier an diesem Wochenende nicht öffnen kann“, erklärte die an einem grippalen Infekt erkrankte Gabriel, ließ aber wissen, dass sie ihre Werke voraussichtlich im nächsten Frühjahr präsentieren werde.

Während ihres Besuchs bei den teilnehmenden Künstlern stießen die Gäste auf Werke aus den verschiedensten Bereichen. Acrylmalerei bieten Dupont und Ehegatte Hopp an, Bildhauerei ist die dominante Technik des Ehepaars Franz, während sich Hanne Ness künstlerisch im Bereich der Mischtechnik Malerei/Collage verwirklicht und Udo Sieberer seine Ölgemälde auf Leinwand produziert. Das Künstlerehepaar Burgi Bügers und Wolfgang Haag aus Dorsten hatte sich zu einem Rundgang durch alle Ateliers entschlossen. Besonders lange hielt sich das Ehepaar in Birten auf, wo die Diplomsozialarbeiterin Dupont und der Diplomgeograph Hopp ihre Kunstwerke in einer Halle und im Garten zur Ansicht anboten.

Freudig erklärte die Künstlerin, die schon auf vielen Ausstellungen präsent war und gut besuchte Malkurse anbietet, die professionelle Vorgehensweise beim Malen: „Wichtig ist das gelungene Zusammenspiel von transparenten Teilen mit beruhigenden Schichten, damit sich brillante Tiefen bilden.“ Auch in den Ateliers von Ferdinand Roters, Maria d.C. Cavalcanti-Heinich, Simone van Gelder-Tosses, Udo Sieberer und Ehepaar Franz herrschte reger Betrieb. Im Malstudio von Cavalcanti-Heinich präsentierten neben der Künstlerin selbst die Schülerinnen Emma, Polina, Lilly, Leonie und Julietta ihre Gemälde. Bereits seit elf Jahren bietet die brasilianische Lehrerin Kurse an, in denen sie den Kindern professionelle Hilfe bei der künstlerischen Gestaltung ihrer Ideen bietet. Im Hause Gelder-Tosses hatte die Ausstellung das außergewöhnliche Motto „Kuh trifft Trecker“. Mit Gemälden von Treckern aller Art und Kühen in allen Größen wurde es gekonnt in Haus und Garten umgesetzt.

Das gute Wetter und die vielen Gäste ließen auch den Diplommathematiker Roters, der in seinem Garten großformatige, farbintensive und expressive Bilder präsentierte, eine positive Bilanz ziehen.