Neustart mit Hindernissen Im Xantener Kosmetikstudio – erst testen, dann zur Gesichtsbehandlung

Xanten · Das „Haus der Schönheit“ von Tanja Zur an der Klever Straße in Xanten hat wieder geöffnet. Für Behandlungen, die ohne Mund-Nasen-Schutz stattfinden, wird direkt im Salon ein Corona-Test durchgeführt.

 Im Kosmetik-Salon von Tanja Zur (l.) kann man vor der Gesichtsbehandlung einen Corona-Test machen. Die Mitarbeiterinnen wie Sandra Santoro werden regelmäßig getestet.

Im Kosmetik-Salon von Tanja Zur (l.) kann man vor der Gesichtsbehandlung einen Corona-Test machen. Die Mitarbeiterinnen wie Sandra Santoro werden regelmäßig getestet.

Foto: Armin Fischer ( arfi )

Seit Dienstag ist sie vorbei, die lange Wartezeit. Tanja Zur darf mit ihrem Team wieder Kundinnen und Kunden empfangen im Beauty-Salon. Der 36-jährigen Kosmetikerin gehört das „Haus der Schönheit“ an der Klever Straße. Das Ladenlokal musste im November wegen des zweiten harten Corona-Lockdowns schließen, durch die Lockerungen sind körpernahe Dienstleistungen seit dem 8. März mit strengen Hygienevorschriften wieder erlaubt. So muss vor den Gesichtsbehandlungen, die ohne Mund-Nasen-Schutz durchgeführt werden, ein Covid-19-Test gemacht werden. Und diese Vorgabe sorgt für viel Verwirrung und unterschiedliche Interpretationen.

Auch Tanja Zur und ihr Ehemann Rafael vermissen konkrete Aussagen. „Wir haben einen Tag später geöffnet, um abzuwarten, ob das Land womöglich noch etwas verändert, um Luft zu haben. In der Nacht auf Sonntag kam die Info, dass Tests nicht unbedingt von Fachpersonal, sondern selber vor Ort durchgeführt werden können“, sagt Rafael Zur. Im „Haus der Schönheit“ wird also vor einer Plasmabehandlung oder Lippenpigmentierung im Salon getestet. Die Zurs haben einige Schnelltests beim Discounter gekauft. Der Kunde kann aber auch seinen eigenen Antigen-Selbsttest mitbringen. Ist er nach rund 15 Minuten Wartezeit negativ, kann die Behandlung beginnen. Zur: „Das Ergebnis müssen wir eine Woche aufbewahren.“ Weitere 200 Schnelltests haben die Zurs bei einem Großlieferanten bestellt. „Die werden hoffentlich bis in den April hinein reichen.“

Tatjana Herget vom Schönheitsstudio „Beauty von Kopf bis Fuß“ an der Poststraße hat keine Schnelltests mehr bekommen: „Ich muss also bis auf Weiteres alle Kosmetik-Behandlungen absagen. Mir bleibt nichts anderes übrig.“ Sie klingt niedergeschlagen – und fühlt sich von der Politik „allein gelassen“.

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