Xanten: Konzept für Nachnutzung der Grundschule Birten wird erstellt

Xanten : Was tun mit der Grundschule Birten?

Diese Frage stellt sich derzeit die Landestochter NRW.Urban, die ein Nachnutzungskonzept erstellt. Ein Angebot an Gemeinschaftsräumen ist möglich, aber auch die Nutzung als Wohnraum. Noch in diesem Jahr soll das Konzept stehen.

Seit drei Jahren steht die frühere Grundschule Birten leer, nun will die Stadt Nägel mit Köpfen machen. Die Landestochter NRW.Urban untersucht derzeit Möglichkeiten, wie das Grundstück in Zukunft genutzt werden könnte.

Mit der Vorlage eines ersten Konzepts rechnet der Technische Dezernent Niklas Franke noch in diesem Jahr. Es wird dann dem Rat zur weiteren Beratung und Entscheidung vorgelegt. „Es geht um die Entwicklungen von Ideen und Möglichkeiten“, erläutert Franke. Die Stadt hat nur wenige Vorgaben gemacht, vieles ist also offen. Die Grundschule wurde 2015 geschlossen, da die Schülerzahlen dem Gesetz nach nicht mehr für einen weiteren Betrieb ausreichten. Die Anmeldezahlen waren dabei schon länger bei weitem nicht so, wie sie sein sollten, um auf Dauer den Fortbestand zu erlauben: Mal bildeten 17, dann 15, auch mal 21 Jungen und Mädchen  eine Eingangsklasse. Für das Schuljahr 2015/2016 hatte es nur zwölf Anmeldungen gegeben.

Trotz Zugängen auch aus den umliegenden Ortschaften, die zeitweise fast 60 Prozent ausmachten, wäre die für Mitte 2018 gesetzlich vorgeschriebene Gesamtschülerzahl von 92 nicht mehr erreicht worden. 2015 lag sie bei 69 Jungen und Mädchen. Die Rechtslage zum Erhalt eines eigenständigen Standortes sei leider eindeutig, hatte damals die Xantener Fachbereichsleiterin Bildung, Sandra Bree, im Ausschuss erklärt.

Niklas Franke, Technischer Dezernent der Stadt Xanten, rechnet mit dem Konzept bis Jahresende. Foto: Armin Fischer (arfi)/Fischer, Armin (afi)

Seitdem werden einige Räumlichkeiten von verschiedenen Vereinen genutzt, der Kirchenchor hat neuerdings auch eine Unterkunft für seine Proben gefunden. Zwischenzeitlich war auch einmal die Unterbringung von Asylbewerbern im Gespräch, doch die Zuweisungen an Flüchtlingen blieb dann doch hinter den eigenen Hochrechnungen zurück, da weniger Menschen nach Deutschland einreisten als angenommen.

Die vorherige rot-grüne Landesregierung hatte noch das Programm „Standortcheck Wohnen“ ins Leben gerufen. Ziel war und ist, unter anderem zu prüfen, welche Immobilien für eine Wohnbebauung genutzt werden können. „Das könnte auch für Birten eine Möglichkeit sein“, sagt Franke. Könnte, muss aber nicht. Ein Angebot an Gemeinschaftsräumen kann ebenfalls möglich sein.

Eine Kommission hat sich inzwischen die alte Grundschule angeschaut. Untersucht wird auch, inwiefern die alte Bausubstanz genutzt werden kann oder ob besser ein Abriss und Neubau infrage kommen.

Bei ihrer Erarbeitung von Varianten haben die Planer einige Vorgaben zu berücksichtigen. Die Kindertagesstätte, die Turnhalle und der Spielplatz sollen erhalten bleiben, betont der Technische Dezernent. In der Vergangenheit hatte die Stadt selbst Investoren gesucht, doch diverse Gespräche waren ergebnislos geblieben.