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Xanten: Kleine Viktortracht zum Patronatsfest des Heiligen Viktor

Patronatsfest in Xanten : Sichtbares Gedenken an Heiligen Viktor und seine Gefährten

Am Sonntag wurde in Xanten das Patronatsfest zu Ehren des Heiligen Viktor und Gefährten gefeiert. Begonnen wurde wie immer mit einem Gottesdienst, den Weihbischof Rolf Lohmann mit Kaplan Christoph Potowski und Diakon Alexander Senk im Xantener Dom feierte.

Der gesamte Gottesdienst war geprägt vom vorbildlichen Leben des Heiligen Viktor, gedacht wurde aber auch des erkrankten Propstes Klaus Wittke. Gern hörten die Messgäste Weihbischof Lohmann zu, als er Wittkes Ausspruch „Es muss immer weitergehen“ zitierte.

Hunderte von Messgästen nahmen an dem Amt, zu dem der Domchor unter Leitung von Matthias Zangerle beitrug, teil und ließen sich mit Texten aus dem Jakobusbrief und dem Lukasevangelium sowie der Predigt von Weihbischof Lohmann in ihrem Leben als Christen bereichern. Zum besonderen Gelingen der musikalischen Darbietung trug nicht nur die Instrumentengruppe bei, auch der Musikverein Winnekendonk erfreute mit seinen Melodien.

Nach dem Pontifikalamt setzte sich eine lange Prozession durch die Straßen Xantens in Gang. Im Mittelpunkt der „Kleinen Viktortracht“ stand der Schrein mit den Reliquien des Heiligen Viktors, die auf einem roten Samtkissen gebettet waren und die ehrfürchtig durch die Mars-, die Hoch- und die Scharnstraße zurück zum Dom getragen wurden.

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Einen schönen und feierlichen Anblick bot auch das „Viktörchen“, dem der Schüler Ben-Luca Schibgilla seit vier Jahren Leben verleiht. Als Legionär ausgestattet, erinnerte Ben- Luca an die Jahre des Heiligen Viktors, als er in der Thebaischen Legion der römischen Armee mitkämpfte. Deren Mitglieder hatten sich am Ende des 3. Jahrhunderts ausnahmslos geweigert, die römischen Götter zu verehren und waren deshalb getötet worden. Zahlreiche kirchliche Vereine und Verbände, unter anderem die Kolpingsfamilie Xanten und die St.-Helena- sowie St.-Victor-Bruderschaft verliehen dem Umzug einen festlichen Rahmen. Die weißen Umhänge der großen Gesandtschaft des „Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem“ mit ihren in roter Farbe aufgenähten Kreuzen zogen wie all die Jahre zuvor interessierte Blicke auf sich.

Zu den weiteren Teilnehmern des Umzugs gehörte auch die niederländische Familie Schipper, die eigentlich nach Xanten gekommen war, um beim Oktoberfest zu feiern „Als wir von der Gedenkfeier gehört haben, haben wir uns freudig zum Dom begeben“, erklärten Greet und Simone Schipper. Wie allen anderen war es auch ihnen wichtig, ihrem christlichen Glauben lebendigen Ausdruck zu verleihen. Die beiden Damen gehörten zu den vielen Prozessionsteilnehmern, denen im Dom der Schlusssegen gespendet wurde.