Xanten: IGX will Sonntagsverkauf nur für Mitglieder

Xanten : IGX will verkaufsoffene Sonntage nur noch für Mitglieder zulassen

Dieses Ansinnen wurde auf der Herbstversammlung diskutiert. Kritik wurde derweil an den Weihnachtslosen und dem Moonlight-Shopping geäußert.

(jas) Wenn es nach der Interessengemeinschaft Gewerbetreibender Xanten (IGX) geht, dann dürfen künftig nur noch die Geschäfte in der Innenstadt sonntags ihre Läden öffnen, die auch Mitglied bei der Gemeinschaft sind. Entsprechend müsse auch der Antrag an den Rat gestellt werden.

Der Vorstand sucht jetzt das Gespräch mit der Stadt. „Welche rechtlichen Hürden da zu nehmen sind, werden wir sehen“, so Michael Neumaier auf der jüngsten Herbstversammlung der IGX. Rein rechtlich sind in Xanten pro Jahr insgesamt zwölf verkaufsoffene Sonntage möglich, davon maximal acht in der Innenstadt. Welche das im Jahr 2019 sind, steht schon fest: Beim Ostermarkt (13./14. April), Wein- und Musikfest (10. bis 12. Mai), der Sonntag während des Siegfriedspektakels (30. Mai bis 2. Juni), beim Kunst-Markt „Klein MontMartre“ (24./25. August), zur Modenschau (die am Sonntag, 15. September, stattfinden soll), beim Herbstmarkt (19./20. Oktober) und am zweiten Advent (8. Dezember).

„Ja“, weiß Neumaier, „das sind erst sieben Sonntage.“ Der achte ist beim Stoffmarkt geplant, den das Freizeitzentrum Xanten (FZX) veranstaltet – entweder am letzten Juli- oder ersten August-Wochenende, gibt Christian de Fries an. Auch der Termin für den Weihnachtsmarkt im kommenden Jahr steht fest: Er beginnt am Freitag, 22. November, und endet am Sonntag, 22. Dezember 2019.

Apropos Weihnachtsmarkt: 80.000 Euro steckt die IGX jedes Jahr hinein, unter anderem in das nagelneue Auto, dass als Hauptgewinn verlost wird. Wichtige Einnahmequellen sind unter anderem die Hüttenmieten und die Weihnachtslose, die jedes IGX-Mitglied kauft und an seine Kundschaft beim Einkauf weitergibt. Daran gab es Kritik von Martina Bartussek (Spielwaren Hampelmann) und Carolin Voss (Stilsicher): „Die Kunden wollen die Lose nicht.“ Deren Argument: „Wir gewinnen ja eh’ nichts.“ Ludger Lemken nahm kein Blatt vor den Mund: „Ohne die Lose stirbt der Weihnachtsmarkt.“ Bartussek schlug einmal mehr vor, dann doch auch die Gastronomie zu „verdonnern“, Weihnachtslose bei der IGX zu kaufen (die es dieses Jahr ab dem 12. November gibt). Denn von einem gut funktionierenden Einzelhandel profitierten doch auch die Gastronomen.

Auch das Moonlight-Shopping Ende November stellte sie zur Disposition: „Macht das noch Sinn? Wollen wir das?“ Darüber soll die IGX-Versammlung im Frühjahr 2019 diskutieren. Die Mittsommernacht (Ende Juni) dagegen soll bleiben, zuständig ist hier Christian de Fries. Ein Feuerwerk sei nicht gewünscht, Er bat um alternative Ideen. Einen Vorschlag hätte sie schon, sagte Carolin Voß: „Wir könnten doch eine Artistin an einen Kran hängen und turnen lassen.“