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Xanten: Helferbrörchen bringen 2000 Euro für Flut-Opfer

Aktion in Xanten und Wesel : Helferbrötchen bringen 2000 Euro für Flutopfer

Die Xantener Metzgerei Lemken verkaufte zusammen mit den Bäckereien Tebart und Hertrampf wochenlang Wurstbrötchen für den guten Zweck: Ein Teil der Einnahmen geht an die Opfer der Flutkatastrophe. Und es kamen einige Brötchen zusammen.

Auch Monate nach der Hochwasser-Katastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz hält die Hilfe vom Niederrhein für die Menschen in den betroffenen Gebieten an. Metzgermeister Ludger Lemken hat zusammen mit der Bäckerei Tebart und der Bäckerei Hertrampf eineinhalb Monate lang Wurstbrötchen in Xanten und Wesel angeboten, um Geld für die Fluthilfe zu sammeln. Rund 1000 Brötchen seien verkauft worden, pro Brötchen würden 1,50 Euro gespendet, erklärte Lemken. Darüber hinaus hätten Kunden Geld gegeben. Die beiden Bäckereien und er rundeten die Summe auf 2000 Euro auf. „Das ist großartig“, sagte Guido Lohmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Niederrhein. An ihn übergaben Lemken und Dirk Rosentreter (Tebart) das Geld.

Lohmann hatte nach der Flut-Katastrophe zusammen mit der Rheinischen Post die Aktion „Gemeinsam helfen“ für die Flutopfer ins Leben gerufen. Innerhalb weniger Wochen kamen dadurch 260.000 Euro zusammen. Damit wurden Vereine, Einrichtungen und Menschen in den betroffenen Gebieten unterstützt, unter anderem die Lebenshilfe, ein Wohnheim der Caritas Werkstätten, der Feuerwehr-Solidarfonds, der Solidarfonds Landwirtschaft Rhein-Ahr, der Bundesverband Rettungshundestaffeln und das St.-Antonius-Hospital in Eschweiler. Aber auch heute ist Hilfe vor Ort nötig.

  • Ludger Lemken (l.) und Dirk Rosentreter
    Unterstützung vom Niederrhein : Wurstbrötchen essen und damit für die Fluthilfe spenden
  • Oliver Hertrampf (l.) und Ludger Lemken
    Benefiz-Aktion in Wesel : Wie eine Wurst im Brötchen den Flutopfern helfen kann
  • Sagen von Herzen „Danke!“: Guido Lohmann,
    Aufruf von Volksbank Niederrhein und RP : Niederrheiner spenden 250.000 Euro für die Fluthilfe

Die Helferbrötchen waren über mehrere Wochen verkauft worden. Sie hätten sich bei ihrer Aktion bewusst für einen späteren Zeitraum entschieden, damit die Flutopfer auch jetzt noch eine Unterstützung erhielten und nicht nur am Anfang, erklärte Lemken. Die Organisation der Aktion „Gemeinsam helfen“ läuft über den Verein „Bewegen hilft“, den Lohmann vor vielen Jahren gegründet hatte, um soziale und karitative Einrichtungen am Niederrhein zu unterstützen. Sonst wäre die Fluthilfe kaum möglich gewesen.

(wer)