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Xanten: Grundschule Lüttingen wird erweitert

Neues Gebäude für die Betreuung : Grundschule Lüttingen wird erweitert

Die Nachfrage nach einer Kinderbetreuung steigt. Auch in Lüttingen bleiben deutlich mehr Kinder nach dem Unterricht in der Schule als noch vor Jahren. Deshalb wird für 1,4 Millionen Euro ein neues Gebäude gebaut.

An der Hagelkreuzschule in Xantens Ortsteil Lüttingen haben die Arbeiten für ein neues Gebäude begonnen. Bis Sommer 2021 soll neben der eigentlichen Grundschule ein eigenständiges Haus für die Betreuung der Kinder gebaut werden. Etwa 1,4 Millionen Euro werden dafür investiert. Davon kommt rund eine Million Euro aus dem NRW-Förderprogramm „Gute Schule 2020“. Es werde geprüft, ob noch weitere Förderprogramme genutzt werden könnten, sagte Bürgermeister Thomas Görtz.

Die Hagelkreuzschule ist eine Offene Ganztagsschule (OGS) und bietet nachmittags eine Betreuung an. Die Nachfrage ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, wie Stadt und Schule erklärten. In diesem Schuljahr werden 280 Mädchen und Jungen in Lüttingen unterrichtet. Von ihnen gehen 182 anschließend in die Betreuung und bleiben bis 13 oder 16 Uhr. Das sind 65 Prozent der Schüler. Vor elf Jahren lag der Anteil noch bei 4,23 Prozent. Nur zwölf der damals 284 Schüler wurden 2009 betreut.

In zahlreichen Familien gingen Mutter und Vater arbeiten, sagte Sandra Bree, die in der Stadtverwaltung den Fachbereich Bildung leitet. Nachdem die Zahl der Kinder in der Betreuung in den vergangenen Jahren so deutlich gestiegen sei, „war es klar, dass wir zusätzliche Räume benötigen“. Es sei im Schulgebäude außerdem sehr unruhig gewesen, wenn einige Kinder schon in die Betreuung gegangen seien, während andere noch unterrichtet wurden, erklärte Schulleiterin Daniela Hommen. „Wir sind sehr dankbar“, dass die Grundschule nun ein eigenes Gebäude für die Betreuung bekomme. Vom nächsten Schuljahr an soll das Gebäude genutzt werden.

Der eingeschossige Neubau werde 25,5 Meter lang und rund 19 Meter breit sein, erklärte Barbara Jureczka, Architektin beim städtischen Dienstleistungsbetrieb (DBX). Innen sind vier Betreuungsräume geplant, sie werden jeweils rund 70 Quadratmeter groß sein. Einer der Räume soll als Speiseraum mit Ausgabeküche genutzt werden. 54 Schüler können in ihm gleichzeitig essen. In den Wänden sind große Glasflächen geplant. Das Dach soll bepflanzt werden, als Ausgleich dafür, dass mit dem Neubau eine Fläche versiegelt wird, erklärte die stellvertretende DBX-Leiterin Astrid Fischer. Stadt und Schule hätten auch eine Vorbildfunktion und sollten Kindern Umweltschutz vorleben, sagte sie. Der Neubau wird eine Nutzfläche von 420 Quadratmetern haben.