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Xanten: Grünflächenpate Eberhard Ritter spendet Hainbuchenhecke

Grünflächenpaten in Xanten : 370 Hainbuchen für die „Siegfriedwiese“

Eberhard Ritter hat als Grünflächenpate eine 60 Meter lange Hecke für die Wiese zwischen Klever und Siegfriedstraße gespendet. Noch ist das Interesse an Patenschaften für städtische Grünanlagen in Xanten gering.

Es war sein, wie Eberhard Ritter sagt, „größtes Geschenk zu Weihnachten“. Und das hat der Xantener sogar ein paar Tage vor dem Fest erhalten. Vergangene Woche pflanzten Mitarbeiter des Dienstleistungsbetriebs (DBX) eine rund 60 Meter lange Hainbuchenhecke an der Wiese zwischen Klever und Siegfriedstraße. Die 370 Pflanzen hat Ritter der Stadt im Herbst selbst gespendet. Zu diesem Zeitpunkt ist er auch Pate des Fleckchens Grün geworden, das gut 150 Meter vom Kurpark entfernt liegt.

Ritters Engagement für die Wiese ist nicht nur groß, es ist in Xanten aktuell noch selten. „Es gibt erst zwei Paten für städtische Grünflächen“, sagt Christian Schmitz, der beim DBX für diese verantwortlich ist. Die Möglichkeit der Patenschaft besteht seit 2019. Die Junge Union hatte sie damals für den neuen Kurpark vorgeschlagen, um die Blütenpracht in den umgebauten Wallanlagen zu erhalten.

Die Verwaltung ging noch einen Schritt weiter und schlug vor, die Patenschaft für alle Grünanlagen der Stadt zu ermöglichen. Die Flächen in Neubaugebieten oder an kommunalen Straßen böten sich geradezu an, so die Argumentation. Das Interesse ist jedoch noch verhalten. „Wir haben beispielsweise für eine Fläche am Westwall um einen Paten geworben, bislang aber ohne Erfolg“, sagt Schmitz. „Im Pandemie-Jahr hatten die Leute natürlich andere Sorgen. Wir hoffen, dass sich das Angebot noch etabliert.“

Schmitz warnt jedoch auch vor zu viel Enthusiasmus. „Die Arbeit muss beherrschbar sein“, erklärt er. Es nütze nichts, wenn jemand eine 100 Quadratmeter große Fläche pflegen wolle, damit aber bald überfordert sei. Hingegen sei die Bereitschaft, bereits wenige Quadratmeter vor der eigenen Haustür zu pflegen, willkommen. Für größere Flächen könnten sich Nachbarschaften zusammentun. „Im Wesentlichen geht es darum, auf der Fläche Unrat zu entfernen, in langen Trockenperioden ab und an mal zu gießen und Frühlingsblüher oder Stauden zu ersetzen, wenn sie kaputt gegangen sind.“

Auch gestalterische Maßnahmen sind möglich, wie Ritters Hainbuchenhecke. 2018 ließ er zudem vier junge Bäume der alten Apfelsorte Kaiser Wilhelm pflanzen. „Inzwischen ist hier ein kleines Refugium entstanden“, sagt Ritter, der die Fläche gerne die „Siegfriedwiese“ nennt. Wer derartige Veränderungen plant, muss dem DBX allerdings ein Konzept vorlegen. Nicht alles ist erlaubt. Absprachen gibt’s bei einem Vor-Ort-Termin.

Wer Interesse an einer Patenschaft hat, meldet sich bei Christian Schmitz unter Tel. 02801 772-373 oder per E-Mail an christian.schmitz@xanten.de.