Xanten: Grünes Licht für das neue Feuerwehrgerätehaus Wardt

Rat diskutiert über Mehrkosten : Grünes Licht für das neue Feuerwehrgerätehaus Wardt

Im Rat ging es noch einmal kontrovers um veranschlagte 50 Prozent Mehrkosten, aber dagegen stimmen wollte dann am Ende doch niemand.

Das neue Feuerwehrgerätehaus am Ortseingang Wardt hat die entscheidende Hürde im Rat genommen. Aber die voraussichtlichen Kosten waren in der Sitzung am Dienstagabend innerhalb der Politik noch einmal heftig umstritten, immerhin ging es gegenüber der ursprünglichen Planung um eine Kostensteigerung von 50 Prozent. Dazu kommen höhere Folgekosten. Am Ende der Debatte wurde der Neubau im vorgelegten Umfang mit den Stimmen der CDU genehmigt. Die anderen Ratsvertreter enthielten sich der Stimme.

„Wir alle wollen das Feuerwehrhaus“, machte Olaf Finke (SPD) sofort am Anfang deutlich. „Es muss realisiert werden. Aber nicht um jeden Preis.“ Er forderte, wie auch Peter Hilbig für die FBI, einen endgültigen Beschluss um fünf Wochen bis zur nächsten Sitzungsrunde auszusetzen. Bis dahin sollte das Fachbüro Zeit haben, die Planung mit Blick auf Einsparmaßnahmen auszuloten. Finke: „Das ist für einen versierten Fachmann möglich.“ Die Kritik richtet sich vor allem gegen die Verklinkerung des Gebäudes, einen neuen einstöckigen Zwischentrakt zwischen Verwaltung und Fahrzeughalle sowie eine rund 40.000 Euro teure zusätzliche Doppelgarage für die Aufbewahrung von Gefahrgut. Dadurch und durch weitere Umplanungen sowie Steigerungen bei den Baupreisen können die Kosten für das Feuerwehrgerätehaus von 1,3 auf geschätzte knapp zwei Millionen Euro steigen.

Nach Worten von Pankraz Gasseling (CDU) hat die Feuerwehr die neuen Planungen als erforderlich bezeichnet, sie seien fachlich begründet. „Wir sind es unserer Feuerwehr schuldig, dass wir jetzt entscheiden.“ Das Projekt sei 2016 gestartet und sollte eigentlich in diesem Jahr beendet sein. Er setze  großes Vertrauen in das Fachbüro. Sicherheit gehe vor, betonte auch Matthias Voll (BBX). Daher sollte man das Thema nicht auf die lange Bank schieben.

Durch die Neuplanung werden die Folgekosten für die Stadt steigen. Nach dem alten Plan wurden hierfür etwa 53.000 Euro im Jahr angenommen, zum Beispiel für Heizkosten, Strom, Abschreibung und Fremdkapital. Sie werden nunmehr um etwa 25 Prozent auf dann 66.000 Euro im Jahr steigen. Verursacher für diese Steigerung sind Abschreibung und Kapitalbindung.