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Xanten: Grünen sprechen bei Klausurtagung über klimafreundliches Verkehrskonzept

Klausurtagung der Grünen : Xanten soll klimaneutral werden

Auf einer Klausurtagung der Grünen diskutierten Experten über Möglichkeiten, um die Xantener Innenstadt fahrradfreundlicher zu gestalten und mehr Grünflächen zu schaffen. Dabei wurden Vor- und Nachteile eines Zufahrtsverbots für Pkw besprochen.

Die Grünen wollen, dass Xanten klimaneutral wird. Um zu diskutieren, wie das umzusetzen sei, hatten die Spitzenkandidaten Irmy Schwarzer und Rolf Peter Weichold Fachleute zu einer Klausurtagung eingeladen: den Verkehrsexperten Lukas Aster, Straßenbauingenieur Ernst Engels und den Architekten Richard Lipp.

Zunächst wurde verdeutlicht, dass ein Zufahrtsverbot nur in dem Maße umgesetzt werden könne, wie neue Parkplätze in der Peripherie bereitgestellt werden könnten. Parkplätze des APX, die Fläche des „gescheiterten“ Hotel-Sauna-Projekts (Am Rheintor) und im Bereich des Bahnhofs seien dafür geeignet, so die Experten. Diskutiert wurde, die Bimmelbahn auf Elektroantrieb umzurüsten und als Shuttle zwischen Parkplätzen und Innenstadt verkehren zu lassen. Parallel dazu könnten zahlreiche Parkflächen in der Innenstadt in Grün- und Erholungsflächen umgewandelt werden.

Auch mögliche Nachteile einer solchen Veränderung wurden besprochen. Die Umsteuerung könnte in der Innenstadt dazu führen, dass manche Kunden nicht mehr „mal eben“ in die Stadt führen. Deshalb wollen sich die Grünen für Ausgleichsmöglichkeiten einsetzen: Ladenöffnungszeiten auch am Sonntag, längere Öffnungszeiten und Förderung von digitalem Marketing. Einig war man sich, dass der öffentliche Personenverkehr verbessert werden müsse. Leider sei eine Modernisierung der Bahnlinie RB 31 nicht vor 2030 zu erwarten, berichtete Aster. Es sei ein Unding, dass schon ab 21 Uhr keine Busse mehr in Richtung Birten-Wesel oder nach Sonsbeck fahren. Das müsse sich ändern. Bus- und Bahnfahrten im 30-Minuten-Takt und die Mitnahme von Fahrrädern, fordern die Grünen. Außerdem solle Xanten nach niederländischem Vorbild zur Fahrrad-Stadt umgebaut werden. Engels empfahl die Umwidmung von Straßen zu Fahrradstraßen. Autos dürfen dort die Radfahrer nicht überholen. Neue Radwege durch die Innenstadt seien einzurichten sowie mehr Fahrradboxen und gesicherte Stellplätze am Bahnhof.

(RP)