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Xanten: Grüne hinterfragen Einsatz von Streusalz

Schäden für Umwelt befürchtet : Grüne hinterfragen Einsatz von Streusalz in Xanten

In den vergangenen Tagen ist in Xanten Salz gestreut worden, um Straßen und Wege von Schnee und Eis zu befreien. Die Grünen warnen vor den Folgen für die Umwelt und fragen, ob Alternativen geprüft werden.

Die Grünen-Fraktion in Xanten sieht den Einsatz von Streusalz wegen der Folgen für die Umwelt kritisch. „Das mit dem Schmelzwasser versickerte Streusalz kann sich in Straßenrandböden über viele Jahre anreichern“, schreiben die Grünen in einer Anfrage an die Stadt. Bei einem überhöhten Salzgehalt im Boden würden wichtige Nährstoffe ausgewaschen, die Aufnahme von Nährstoffen und Wasser werde durch die Pflanzen erschwert. „Straßenbäume leiden dadurch unter Mangelversorgung, werden anfällig gegenüber Krankheiten und sterben vorzeitig ab.“ Deshalb erkundigen sich die Grünen danach, wann und wie viel Streusalz die Stadt einsetzt, ob die Folgen für die Bäume untersucht würden und welche Alternativen geplant seien, um den Einsatz von Streusalz zu vermeiden? In ihrer Anfrage zitieren die Grünen einen Berater für Flächenmanagement, der die Beimischung von Split oder den Einsatz von Sole vorschlägt, um mit weniger Salz auszukommen.

Anlass der Anfrage ist das Winterwetter, die Grünen weisen in ihrer Anfrage aber auch darauf hin, dass Salz in der Region unterirdisch abgebaut wird und „uns der Salzabbau die im Bergbau üblichen Ewigkeitsschäden bescheren wird“. Darüber spricht auch die Bürgerinitiative der Salzbergbaugeschädigten NRW am Freitag, 19. Februar, ab 20.04 Uhr im Bürgerfunk von Radio KW.

(wer)