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Xanten: Gindericher Straße erhält neue Beleuchtung

Aus dem Rat in Xanten : Gindericher Straße erhält neue Beleuchtung

Die Entscheidung stößt bei Anliegern auf Unverständnis. Aber für sie gab es keine kostenneutrale Variante.

Die Gindericher Straße erhält eine neue Beleuchtung. Die Kosten werden auf rund 64.000 Euro veranschlagt, von denen 80 Prozent über Anliegerbeiträge finanziert werden. Im Sommer hatte es dazu eine Umfrage unter den Anliegern über die verschiedenen Varianten gegeben, die zur Diskussion standen (wir berichteten).

Nun, nachdem der Rat entschieden hat, fragt Anwohner Wilfried Zigowski: „Warum wurden wir überhaupt befragt, wenn doch anders entschieden wird? Die Mehrheit von uns hat damals gesagt: Wir brauchen keine Festbeleuchtung. Die jetzige reicht völlig aus.“ Die 45 Jahre alten Lampenmasten benötigt der Stromversorger nicht mehr für eine Freileitung, da er auf Erdverkabelung umstellt. Im Rat standen drei Varianten zur Debatte. Die Stadt übernimmt alle Masten, die Stromversorgung würde weiterhin über eine Freileitung erfolgen (Variante eins). Das hätte für die Stadt Unterhaltungskosten und Verkehrssicherheitspflicht zur Folge gehabt. In Variante zwei wären die Masten mit Lampen stehen geblieben, ein Erdkabel hätte verlegt werden müssen. Kosten: 28.000 Euro. In der dritten Variante, die im Rat nun gegen die Stimmen der CDU eine Mehrheit fand, entsorgt der Stromversorger alle vorhandenen Leitungsmasten und errichtet eine neue Straßenbeleuchtung. 80 Prozent der Gesamtkosten müssen die Anlieger tragen.

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Doch auch bei der von der CDU favorisierten zweiten Variante wären Beiträge auf die Anlieger zugekommen. Das machen Peter Hilbig (FBI) und Olaf Finke (SPD) deutlich. „Die Umfrage des DBX war bedauerlicherweise falsch gestellt. Sie suggeriert, dass es für die Anwohner kostenneutral gewesen wäre“, sagt Finke. Ähnlich äußert sich Hilbig: „Uns wurde bestätigt, dass dies falsch und unglücklich dargestellt war.“ In einigen Jahren hätten die alten Masten sowieso ausgetauscht werden müssen. Finke: „Das wäre möglicherweise sogar noch teurer geworden, da dann auch die Kosten für die Entsorgung dazugekommen wären.“ Laut Hilbig wären die geschätzten Anliegerkosten von heute etwa rund 0,9 Euro je Quadratmeter um das 2,5fache gestiegen.