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Xanten: FZX benötigt weiteren Sonderzuschuss

Freizeitzentrum Xanten : FZX benötigt weiteren Sonderzuschuss

Corona hat dem Freizeitzentrum Xanten schwer zu schaffen gemacht. Allein im vergangenen halben Jahr lagen die Umsatzeinbußen bei einer Million Euro. 250.000 Euro sind notwendig, um die Deckungslücke auszugleichen.

Auf der Terrasse und im Biergarten des Restaurants Plaza del Mar war in den vergangenen Tagen mächtig was los. Die Mitarbeiter hatten viel zu tun. Im Naturbad, das ebenfalls von der Freizeitzentrum Xanten (FZX) GmbH, betrieben wird, herrschte freudiger Badetrubel. FZX-Chef Wilfried Meyer sprach von einem sehr positiven Einstieg in die Saison. Eine Saison, die mit Verspätung begann. Die Corona-Schutzverordnung ließ eine frühere Wiedereröffnung nicht zu. Und das spiegelt sich in den Umsatzzahlen wider. So benötigt das FZX wie 2020 eine Finanzspritze von den drei Gesellschaftern. Bis zum Jahresende sei mit einer Deckungslücke von 250.000 Euro auszugehen. Über einen Sonderzuschuss von 90.000 Euro soll der Rat der Stadt Xanten in seiner nächsten Sitzung am 22. Juni abstimmen.

„Die letzten knapp eineinhalb Jahre waren kein Vergnügen fürs FZX und seine Mitarbeiter“, sagte Meyer. So hatte das FZX Ende Mai die Gesellschafter – die Stadt Xanten, der Kreis Wesel (beide mit je 25 Prozent beteiligt) sowie der Regionalverband Ruhr (RVR/50 Prozent) informiert, dass die von der NRW-Regierung angeordneten Vorgaben zur Eindämmung der Pandemie „ausnahmslos sämtliche ertragsrelevanten Geschäftsbereiche“ getroffen habe. Die Schließungen der Freizeitstätten sowie Gastronomie zwischen November 2020 und Juni 2021 haben demnach „bereits für Umsatzeinbußen von circa einer Millionen Euro gesorgt“.

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Obwohl die Kosten wie für Personalaufwendungen durch Kurzarbeitergeld runtergefahren wurden, sei mit einer Deckungslücke bis Jahresende in Höhe von etwa einer viertel Millionen Euro zu rechen. Diese Deckungslücke werde voraussichtlich im Oktober/November 2021 eintreten – und könnte sogar noch um 100.000 Euro höher ausfallen, wie in der Beratungsvorlage aufgeführt ist. Nämlich dann, wenn die staatlichen November- und Dezemberhilfen zurücküberwiesen werden müssen. Dieser Umstand werde aktuell geprüft. „Es sieht gut aus, dass wir den Betrag nicht zurückzahlen müssen“, sagte Meyer am Donnerstag. In der Vorlage steht weiterhin, dass die anderen beiden Mitgesellschafter, der Kreis Wesel und RVR, „beabsichtigen, enstrechende Beschlüsse“ Zuschussmittel zur Verfügung stellen.

Das FZX prüft laufend Hilfs- und Förderprogramme, „jedoch scheitere es oftmals an den Antragsvoraussetzungen“. Öffentliche Unternehmen, deren Anteile sich vollständig oder mehrheitlich in öffentlicher Hand befinden“, seien nicht antragsberechtigt. Der Wirtschaftsplan des FZX mit den Hochrechnungen werde laufend an die Situation angepasst, die sich durch Lockerungen oder Verschärfungen ändern können, so Meyer, der hofft, dass Corona in diesem Jahr nicht zu neuerlichen Einschränkungen mit Umsatzeinbußen führt.

Im vergangenen hatten die drei Gesellschafter einen Sonderzuschuss von 850.000 Euro bewilligt. Der Xantener Anteil lag bei 212.500 Euro. Im aktuellen Haushaltsplan der Stadt sind fürs FZX jährlich 77.000 Euro als Betriebskostenzuschuss sowie 70.000 Euro als Investitionszuschuss vorgesehen.