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Xanten: Für die Wasserbüffel beginnt wieder die Freiluftsaison

Landwirtschaft in Xanten und Wesel : Wasserbüffel auf der Bislicher Insel starten in die Freiluftsaison

Familie Döring aus Ginderich hat vor fünf Jahren die ersten Büffel angeschafft. Inzwischen ist die Herde auf 150 Tiere angewachsen. Es gibt‘s auch schon eigene Kälber.

Rund 150 Wasserbüffel hat die Familie Döring aus Ginderich mittlerweile in ihrem Besitz. Unter ihnen befinden sich auch einige erst knapp drei Monate alte Kälber. Am Samstag hat für diese stattlichen Tiere die Outdoorsaison begonnen. Auf insgesamt vier Weiden verbringen sie nun den Sommer bis in den Spätherbst hinein im Freien.

Acht Kühe, ein Bulle und zwei Kälber grasen auf einer Weide an der Flutmulde im Naturschutzgebiet Bislicher Insel und stellen neben den seltenen, dort lebenden Wasservögeln eine weitere Attraktion für vorbeifahrende Radler und Spaziergänger dar.

Wasserbüffel sind sehr robuste Tiere, was daraus resultiert, dass sie andere Pflanzen fressen als gewöhnliche Rinder. So mögen sie etwa Schilf, das auf den Feuchtwiesen, ihrem Lebensraum, ausreichend vorhanden ist. Durch die besondere Nahrungsverwertung und Verdauung des Futters gibt es dort, wo Wasserbüffel laufen, auch mehr Insekten und somit mehr Vögel. Hierdurch tragen sie nebenbei nicht unwesentlich zum Naturschutz bei.

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Auch ihr Fleisch ist besonders. „Es zeichnet sich dadurch aus“, erklärt Beate Döring, „dass es cholesterinfrei ist, über mehr Vitamine als anderes Fleisch verfügt sowie ein optimales Verhältnis von Omega 3- zu Omega 6-Säuren aufweist.“ Dazu soll es einen leichten Wildgeschmack haben.

Familie Döring hat sich 2017 die ersten Wasserbüffel zugelegt – zunächst auf einer Wiese an der B 58. Autofahrer staunten fortan nicht schlecht ob der seltenen Weidetiere am Straßenrand. Tatsächlich waren Dörings Wasserbüffel die ersten ihrer Art in der Region. Mittlerweile kann die Familie einen schönen Zuchterfolg verzeichnen. In den vergangenen Jahren wurden mehrere Kälber geboren.

Wasserbüffel werden gut und gerne 25 Jahre alt. Sie bringen rund 850 Kilogramm und mehr auf die Waage. Zum Schutz vor Insekten und zur Abkühlung halten sie sich gern im Wasser oder im Schlamm auf. Die Bislicher Insel mit ihren Feuchtwiesen und dem Altrhein ist deshalb ideal für die Tiere.

Das Fleisch der Wasserbüffel verkaufen die Dörings in ihrem Hofladen an der Kuhport 9 in Ginderich. Dort gibt es auch Eier von freilaufenden Hühnern, Kartoffeln und weitere regional produzierte Leckereien. Momentan ist Spargel eines der beliebtesten Produkte.

Der Hofladen öffnet freitags von 14.30 bis 18.30 Uhr, samstags von 9.30 bis 14.30 Uhr, sonntags von 11 bis 14.30 Uhr.

(rava)