Xanten: Freizeitzentrum mit Rekordzahlen in Saison 2018

Xanten : Rekordsommer fürs FZX

In diesem Sommer purzelten nicht nur die Temperaturrekorde, sondern auch die des Freizeitzentrums. Zudem werden nun die Gesundheitsangebote weiter ausgebaut.

Es sind Zahlen, mit denen vor ein paar Monaten noch niemand rechnen konnte. Doch der äußerst warme und sonnige Sommer hat auch dem Freizeitzentrum Xanten (FZX) in die Karten gespielt. Der Besucherrekord des Strandbads an der Südsee aus dem Jahr 2012 wurde förmlich pulverisiert, die Wassersportangebote verzeichneten größtenteils ein zweistelliges Plus bei den Buchungen und auch das finanzielle Ergebnis bis Ende Juli kann sich sehen lassen. Darüber informierten am Dienstag die Betreiber und Gesellschafter des FZX bei einem Ortstermin.

Als Hauptattraktion erwies sich logischerweise das Strandbad. Mehr als 138.000 Gäste konnten in dieser Saison, die am kommenden Sonntag endet, begrüßt werden. Damit konnte der bisherige Rekord von 76.816 Besuchern aus dem Jahr 2012 deutlich geknackt werden. Die parallel zum Badebetrieb laufenden Umbauarbeiten hätten sich nicht negativ ausgewirkt, es habe keinerlei Probleme gegeben, teilten die FZX-Betreiber mit. Zudem sollen bis zur neuen Saison, die am 1. Mai 2019 starten soll, alle noch zu erledigenden Arbeiten abgeschlossen sein.

Auch die Wassersportangebote waren in diesem Jahr äußerst beliebt. „Der Ausnahmesommer hat für einen wahren Ansturm gesorgt“, stellte FZX-Chef Wilfried Meyer fest. Das habe sich besonders beim Bootsverleih gezeigt, der bis Ende August ein Plus von 45,8 Prozent bei den Buchungen verzeichnete (siehe Infokasten). Am beliebtesten erwiesen sich die Stand-up-Paddelboards (plus 86 Prozent). „Das Revier als solches ist beliebt und akzeptiert. Das zeigt nicht zuletzt die Tatsache, dass wir hier die Deutsche Meisterschaft ausrichten konnten“, sagte Meyer. Aber auch die Wasserski-Anlage registrierte 26,4 Prozent mehr Nutzer.

Informierten über die Sommersaison im FZX und die Planungen zum Gesundheitstourismus (v.l.): Projektleiter Stephan Tietz, Geschäftsführer Axel Hoppe, Bürgermeister Thomas Görtz, Kreisdirektor Ralf Berensmeier, Landrat Ansgar Müller und FZX-Chef Wilfried Meyer. Foto: Markus Plüm
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„Das FZX hat immer rechtzeitig die Trends erkannt. Das zeigt nicht nur der wirtschaftliche Erfolg, sondern auch die Beliebtheit beim Publikum“, konstatierte Landrat Ansgar Müller. Bis Ende Juli konnten 240.000 Euro mehr eingenommen werden als in der Jahresplanung veranschlagt. Das freut auch die Gesellschafter: „Wir als Stadt beteiligen uns mit 150.000 Euro jährlich. Das ist weniger, als manch andere Kommune für ein Hallenbad investieren muss. Die Wertschöpfung im FZX ist daher sehr gut“, sagte Bürgermeister Thomas Görtz. Gleichzeitig profitiere auch die Innenstadt von der Anziehungskraft des Freizeitzentrums. Und auch beim Regionalverband Ruhr registriert man die Entwicklung des FZX mit Wohlwollen. „Hier ist alles sehr modern und vielfältig, die große Breite der Angebote ist in unseren Revierparks sonst nirgends gegeben.“ Daher sei man sehr an der Weiterentwicklung der vorhandenen Infrastruktur interessiert.

Diese Aufgabe wird nun angegangen. Vor allem die Angebote zum Gesundheitstourismus sollen fertiggestellt werden. Dazu zählen nicht nur die verschiedenen Toilettenanlagen, die rund um die Nord- und Südsee errichtet werden. „Alle zwei Kilometer wird Infrastruktur entstehen, um entlang der Wanderrouten auch Gelegenheiten zum Verweilen und Pausieren zu bieten“, erklärte Projektleiter Stephan Tietz. Der offene Erlebnisraum rund um die beiden Seen und im Naturbad wird nicht nur barrierefrei, sondern auch basierend auf den fünf Säulen nach Kneipp umgestaltet. Dazu gehören ein Naturbecken, das in der Badebucht entsteht, auch von Rollstuhlfahrern genutzt werden kann und über einen Steg erreichbar ist. Zudem entstehen ein schwimmender Heilkräutergarten am Übergang der Wardter Förde in die Nordsee sowie ein Bewegungsrondell nahe der Jugendherberge.