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Xanten: Freizeitzentrum kommt wohl ohne zweiten Zuschuss aus

Unterstützung in Corona-Krise : Xantens Freizeitzentrum kommt wohl ohne zweiten Zuschuss aus

Wegen der Corona-Krise hatte das Freizeitzentrum Xanten (FZX) im Sommer einen Sonderzuschuss von den Gesellschaftern erhalten. Entgegen der ersten Befürchtung reicht das Geld wahrscheinlich. Ein zweiter Sonderzuschuss ist vermutlich nicht mehr notwendig.

Das Freizeitzentrum Xanten (FZX) wird bis Ende des Jahres wohl doch ohne einen weiteren Sonderzuschuss der Stadt Xanten und der anderen beiden Gesellschafter auskommen. Das teilte Bürgermeister Thomas Görtz am Mittwochabend im Hauptausschuss mit. Das Naturbad Xantener Südsee und die Gastronomie seien im Sommer gut besucht gewesen, die wirtschaftliche Entwicklung sei besser als befürchtet. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir mit dem Geld bis zum Jahresende auskommen werden.“

Wie andere Freizeitanbieter und Gastronomiebetriebe leidet das FZX unter den Folgen der Corona-Pandemie. Im Frühjahr waren die Anlagen wochenlang geschlossen gewesen, später durften sie öffnen, aber unter Auflagen. Veranstaltungen wurden abgesagt oder aufs nächste Jahr verschoben. Das FZX hat deshalb geringere Einnahmen und durch die Corona-Auflagen gleichzeitig höhere Kosten. In einer ersten Prognose rechnete die Geschäftsführung in diesem Jahr ein Minus von 1,6 Millionen Euro. Die Gesellschafter gewährten im Sommer einen Sonderzuschuss von 0,85 Millionen Euro. Über eine weitere Unterstützung in dieser Höhe sollten die politischen Gremien im Herbst beraten. Das dürfte nicht mehr notwendig sein.

Die Stadt Xanten ist mit 25 Prozent am FZX beteiligt, übernahm deshalb auch ein Viertel des Sonderzuschusses im Sommer (212.500 Euro). Dasselbe gilt für den Kreis Wesel, den zweiten Gesellschafter. Dritter im Bunde ist der Regionalverband Ruhr (RVR), der mit 50 Prozent an der Gesellschaft beteiligt ist und daher auch die Hälfte des Sonderzuschusses finanzierte (425.000 Euro).

Im Naturbad Xantener Südsee waren in diesem Jahr 73.032 Besucher gezählt worden. Damit wurde das Saisonziel von 70.000 übertroffen. Wegen der Corona-Pandemie seien viele Menschen im Sommer am Niederrhein geblieben und hätten ihre Freizeit hier in der Region verbracht, sagte FZX-Leiter Wilfried Meyer. Er glaube, dass das Naturbad davon nicht nur in diesem Jahr profitiere, sondern auch langfristig. Er habe von den Besuchern positive Rückmeldungen bekommen, viele wollten wiederkommen.