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Xanten: Frau zieht innerhalb Xantens um – und hat kein Telefon mehr

Ärger mit Anbieter : Frau zieht innerhalb Xantens um – und hat kein Telefon mehr

Eine Frau aus Xanten beklagt, dass sie nach ihrem Umzug weder Telefon, noch Internet habe. Die Schuld gibt sie dem Anbieter. Das Unternehmen erklärt, warum es in diesem Fall „unglücklich gelaufen“ sei.

Telefonisch ist Ingrid Wolfram nicht zu erreichen. Seit einigen Wochen schon, wie sie in einer Nachricht an die Redaktion beklagt. Die E-Mail habe sie in der Wohnung ihres Sohnes geschrieben, denn zu Hause komme sie auch nicht mehr ins Internet, erklärt die 82-Jährige. Die Schuld gibt sie der Deutschen Glasfaser.

Seit Ende 2018 sei sie Kundin der Firma gewesen, berichtet sie weiter. Ende April sei sie innerhalb Lüttingens umgezogen. Sie habe die Deutsche Glasfaser deshalb vorher, im Februar, angerufen und darüber informiert, dass sie ihren Anschluss an die neue Adresse mitnehmen wolle. Ein Mitarbeiter des Unternehmens habe ihr zugesagt, dass sich die Deutsche Glasfaser darum kümmern wolle.

Es sei aber nichts passiert, beklagt Wolfram. Nach ihrem Umzug habe sie wiederholt in Einschreiben an die Erledigung erinnert. „Reaktion gleich Null.“ Schließlich habe sie den Vertrag gekündigt. Daraufhin sei sie darüber informiert worden, dass ihr Anschluss an der neuen Adresse nicht zum gewünschten Termin eingerichtet werden könne. Seit Ende April habe sie weder Telefon, noch Internet. Im Notfall könne sie nicht einmal den Rettungsdienst erreichen. Sie habe einen anderen Anbieter beauftragt und hoffe, bald wieder erreichbar zu sein.

Der Fall sei nicht so einfach und unglücklich verlaufen, sagt ein Firmensprecher. Wenn ein Kunde umziehe, „versuchen wir eine durchgängige Versorgung zu gewährleisten“, versichert er. Laut den Angaben, die ihm vorlägen, sei die Deutsche Glasfaser aber erst im April über den Umzug informiert worden. In einem solchen Fall werde dann geprüft, ob an der neuen Adresse ein Anschluss vorliege, das sei hier nicht der Fall gewesen. Grundsätzlich könne ein Haushalt innerhalb von sechs bis acht Wochen ans Glasfasernetz angeschlossen werden, wenn das Kabel schon in der Straße liege. Im Frühjahr sei es in Lüttingen nicht innerhalb dieses Zeitraums möglich gewesen. Die Kundin habe dann von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht. Der Vertrag ende deshalb vorzeitig mit der Übernahme durch den neuen Anbieter. Bis dahin würden aber noch Beiträge abgebucht.

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