Xanten: Frank Seitz will aus den Grünen wieder eine Fraktion machen

Neuer Vorstandssprecher : Seitz will aus den Grünen wieder eine Fraktion machen

Der Streit in der Partei soll beigelegt werden. Xantens Grüne wollen sich wieder auf die politische Arbeit konzentrieren können. Der neue Vorstandssprecher will auch weitere Mitglieder gewinnen.

Frank Seitz hat sich für das neue Jahr viel vorgenommen. „Ich will mit den Grünen wieder mehr Impulse setzen.“ In den vergangenen Monaten war das schwierig: Zuerst war der 52-Jährige aus der dreiköpfigen Grünen-Fraktion im Xantener Stadtrat ausgetreten, dann folgte ihm Eberhard Ritter. Beide behielten zwar ihr Mandat, auch Monika Diamant sitzt weiter im Stadtrat. Aber durch die beiden Austritte verloren die Grünen ihren Status als Fraktion. Seitdem können sie zum Beispiel keine Anträge mehr stellen. Deshalb ist es für sie schwieriger geworden, ein Thema auf die politische Agenda zu bringen.

„Wir hatten interne Konflikte“, sagt Seitz. „Es wurde mehr gestritten als entschieden.“ Weiter will er nicht darauf eingehen. Er und die anderen Grünen-Mitglieder seien sich einig, „dass wir nach vorne schauen und wieder Politik machen wollen“. Dafür übernimmt er mehr Verantwortung: Seitz ließ sich Ende November zum Vorstandssprecher des Ortsverbandes wählen. Von den 19 Mitgliedern waren elf anwesend, zehn stimmten für ihn, außerdem gab es eine Enthaltung. Die Partei demonstriert wieder Einigkeit.

Er spüre die Rückendeckung des Ortsverbandes, sagt Seitz, der nun neue Mitglieder gewinnen will. Bisher seien vor allem ältere Männer bei den Xantener Grünen. Deshalb wolle er vor allem Frauen und die Jugend davon überzeugen, sich politisch zu engagieren. „Wir brauchen frische Energie.“ Die Grünen bekämen bundesweit viel Zuspruch, das wolle er in Xanten nutzen. Und grüne Themen gebe es genug: Zum Beispiel wolle sich der Ortsverband dafür einsetzen, dass es mehr Radwege gebe und in Neubaugebieten direkt die Infrastruktur für Elektro-Autos installiert werde. Mit Ritter und Diamant wolle er auch darüber reden, ob sie wieder zusammenarbeiten, sagt Seitz. Damit sie als grüne Fraktion wieder Themen setzen können.

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