Xanten - Flüchtlinge demonstrieren gegen die Übergriffe von Köln

Xanten: Flüchtlinge demonstrieren gegen die Übergriffe von Köln

Im strömenden Regen versammelten sich am Mittwoch knapp 50 Flüchtlinge aus den Unterkünften im Stadtgebiet Xanten vor dem Rathaus und verteilten Rosen. Auf Plakaten verurteilten sie die Übergriffe von Köln.

Amir verlas auf Arabisch einen Brief, in dem sich die Asylbegehrenden gegen jede Art sexueller Belästigung und jede ethische Grenzüberschreitung aussprachen. Der Syrer: "So etwa darf nicht hier, nicht in Köln, in Deutschland und auf der ganzen Welt geben." Und weiter: "Zutiefst bedauern wir, was in der Silvesternacht in Köln passiert ist. Wir distanzieren und von den Personen, die diese Übergriffe verübt haben." Wir schätzen und lieben die Menschen in Deutschland für ihre Aufnahmebereitschaft." Die Mädchen und Frauen, die sich in Xanten als Helfer und Paten für die Flüchtlingshilfe engagieren, sehe man wie "Geschwister, Mütter und Tanten". Man werde sie stets mit Respekt behandeln und werde ihnen bei Übergriffen zur Seite stehen.

Organsiert hatte die kleine Demonstration der Arbeitskreis Asyl, der sich in Xanten mit vielen Freiwilligen um die Schutzsuchenden kümmert. Dr. Wolfgang Schneider betonte, dass die Initiative von den Flüchtlingen ausgegangen sei. "Das waren spannende Stunden seit Dienstag. Wir haben uns um die Genehmigung gekümmert und wussten selbst nicht genau, wie viele der Flüchtlinge heute nun wirklich kommen."

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Amir erklärte auf Nachfrage, gleich nachdem er erfahren hatte, dass bei den schrecklichen Übergriffen in Köln habe Asylsuchende beteiligt waren, habe er überlegt, wie man den Gastgebern zeigen könne, dass auch die Flüchtlinge entsetzt über die Vorfälle sind. Er habe zunächst ein Flugblatt verfasst, mit Hilfe eine Freundes, der Deutsch spricht, wurde dann die Idee für die Demonstration geboren.

(RP)