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Xanten: Firma Schwarz wird Teil der Röchling-Gruppe

Kunststoffspezialist in Xanten : Mannheimer übernehmen Firma Schwartz

Der Kunststoffspezialist, der mit rund 130 Mitarbeitern in Xanten produziert, wurde von der Röchling-Gruppe aufgekauft. Standort und Arbeitsplätze seien nicht in Gefahr.

Es tut sich etwas am Wirtschaftsstandort Xanten. Denn wie nun bekannt wurde, wurde die Firma Schwartz Technische Kunststoffe GmbH, die am Standort Xanten mit rund 130 Mitarbeitern Umlenk- und Seilrollen sowie Kunststoffe für den Anlagen- und Maschinenbau produziert, von der Röchling-Gruppe aus Mannheim übernommen. Das teilte Röchling in einer Pressemitteilung mit. Die Branchenzeitschrift Euwid berichtete zuerst. Noch steht allerdings die kartellbehördliche Genehmigung aus. Etwa ein Jahr lang sei der Deal, so die Beteiligten, vorbereitet worden.

Die Röchling-Gruppe, die nach eigenen Angaben mehrere Tausend Mitarbeiter in aller Welt beschäftigt, setze durch die Übernahme seine Wachstumsstrategie fort und könne zudem ihre Kompetenz in verschiedenen Industriebereichen stärken. Röchling-Vorstand Franz Lübbers sagt: „Wir erwarten Synergien mit unseren weltweiten Standorten für die Herstellung zerspanter Fertigteile. Die Aktivitäten von Schwartz passen hervorragend zu Röchling. Schwartz wird zukünftig für seine Kunden ein noch leistungsfähigerer Partner sein.”

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Auch der geschäftsführende Gesellschafter der Schwartz GmbH, Stephan Peiffer, der durch die Übernahme allerdings aus dem Unternehmen ausscheidet, zeigt sich zuversichtlich, was die Zukunft des Xantener Kunststoff-Spezialisten angeht: „Wir freuen uns, ein Teil der Röchling-Gruppe zu werden. Für das Unternehmen und unsere Mitarbeiter eröffnet sich die Perspektive, in einer international erfolgreichen Kunststoff-Gruppe weiter zu wachsen und neue Märkte zu erschließen, ohne unsere Eigenständigkeit und familiäre Unternehmensstruktur zu verlieren.“ Die Schwartz GmbH wird zukünftig von Thomas Schlag, Ralf van Holt sowie Heinz Dirksen als Vorsitzendem der Geschäftsleitung geführt.

Schlag äußerte sich auf Anfrage der Redaktion am Mittwoch zur Zukunft des Xantener Standorts: „Ein Personalabbau oder sogar eine Verlagerung des Produktionsstandorts ist absolut nicht vorgesehen. Röchling hat uns übernommen, weil wir etwas können, was sie bislang nicht konnten, nämlich den Kunststoff-Formguss.“ Entsprechend geht Schlag davon aus, dass man am Standort Xanten in Zukunft eher noch wachsen werde. „Die Kapazitäten, auch räumlich, sind derzeit noch gegeben. Und selbst, wenn es einmal zu klein werden sollte, wollen wir Xanten nicht den Rücken kehren.“

Auch Xantens Wirtschaftsförderer Christian Boßmann versteht den Deal als positives Signal für den Wirtschaftsstandort Xanten. „Mit Röchling ist Schwartz in Zukunft noch breiter aufgestellt“, so Boßmann.