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Xanten: Feuerwehr zieht Bilanz für das Jahr 2020

Bilanz des Jahres 2020 : Arbeitsreiches Jahr für die Feuerwehr Xanten

Die Freiwillige Feuerwehr Xanten zieht Bilanz für das vergangene Jahr. Im Schnitt wurden die knapp 190 Einsatzkräfte alle zwei bis drei Tage gerufen, um zu löschen, zu bergen, zu retten oder zu schützen.

Das neue Jahr war gerade erst eine Woche alt gewesen, als die Xantener Feuerwehr zu einem Unfall gerufen wurde und einen Mann aus seinem Auto befreien musste, der durch die Kollision darin eingeklemmt worden war. Es sollte einer von fast 170 Einsätzen im gesamten Jahr 2020 werden. Wir geben einen Überblick:

Einsätze Auch 2020 war ein arbeitsreiches Jahr für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute gewesen. In den zwölf Monaten wurden sie 164 Mal gerufen, also im Durchschnitt alle zwei bis drei Tage, manchmal auch mehrmals an einem Tag. Unter anderem befreiten die Einsatzkräfte eingeklemmte Autofahrer aus Unfallfahrzeugen, löschten brennende Hecken, Felder und Zimmer, öffneten Wohnungstüren für den Rettungsdienst, entfernten umgestürzte Bäume und retteten ein Reh vor dem Hochwasser. Insgesamt hatten sie 70 Brandeinsätze und leisteten 94 Mal technische Hilfeleistung. Etwa ein Viertel der Einsätze waren am Wochenende (Samstag: 19, Sonntag: 25), die meisten am Freitag (33 Einsätze). 93 Mal ging der Alarm zwischen 7 und 17 Uhr, 71 Mal zwischen 17 und 7 Uhr.

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Mitglieder 188 Frauen und Männer waren im aktiven Dienst (Vorjahr: 189). Damit sei die Einsatzabteilung gut aufgestellt, erklärte Xantens Feuerwehr. Die Mitgliederzahlen bewegten sich auf einem stabilen Niveau. Austritte und Einheitswechsel zum Beispiel durch Wohnortwechsel seien durch Nachwuchskräfte der Jugendfeuerwehr und Quereinsteiger ausgeglichen worden. Mit den Mitgliedern der Kinderfeuerwehr, der Jugendfeuerwehr und der Ehrenabteilung kommt Xantens Freiwillige Feuerwehr auf eine Gesamtmitgliederzahl von 299.

Kleidung Xantens Feuerwehrleute haben im vergangenen Jahr eine neue Einsatzkleidung erhalten. Sie tragen kein dunkles Blau mehr, sondern ein helles Beige. Dadurch sind sie in der Dämmerung, in der Nacht und in verrauchten Häusern besser zu sehen – zum Beispiel für Autofahrer, die an einem Einsatzort vorbeifahren, aber auch für die eigenen Kameraden, mit denen sie in ein brennendes Gebäude vordringen. Die neue Kleidung hat sich innerhalb weniger Monate auch schon bewährt, wie Pressesprecher Philipp Schäfer berichtet. Bei den beiden großen Bränden im Januar – innerhalb einer Woche brannten zwei Gebäude – habe die Kleidung im wahrsten Sinne des Wortes ihre Feuertaufe bestanden. „Die Uniformen haben sich hinsichtlich Schutzwirkung, Tragekomfort und auch Praxistauglichkeit bewährt“, erklärt Schäfer. „Die Rückmeldungen aus der Mannschaft sind durchweg positiv.“

Fahrzeuge Die Xantener Feuerwehr erhielt 2020 ein neues Einsatzfahrzeug: ein Tanklöschfahrzeug TLF 4000-Logistik (TLF 4000-L). Mit dem Wagen konnte eine einsatztaktische Lücke geschlossen werden: Mit dem Fahrzeug kann auch in den Außenbereichen des Stadtgebiets die Wasserversorgung schnell sichergestellt werden, da sich im Wagen ein Wassertank (4000 Liter) und ein Schaummitteltank (500 Liter) befinden. Außerdem hat das Fahrzeug eine Feuerlöschkreiselpumpe, die vom Fahrzeugmotor angetrieben wird und bis zu 2000 Liter pro Minute leistet. Die Gesamtkosten des neuen Feuerwehrautos lagen bei 435.000 Euro, und schon drei Wochen nach der Vorstellung hatte das Tanklöschfahrzeug seinen ersten Einsatz: Mit ihm konnte die Feuerwehr im Juli einen Feldbrand löschen, bevor die Flammen auf ein Wohnhaus übergriffen.

Im laufenden Jahr 2021 sollen zwei neue Fahrzeuge hinzukommen: zum einen ein Gerätewagen-Logistik (GW-L), zum anderen ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF). Sie werden andere Feuerwehrautos ersetzen, die in die Jahre gekommen sind. Mit einem GW-L transportiert die Feuerwehr ihr Gerät für einen Einsatz, ein HLF dient dem Transport von Einsatzkräften und von technischem Gerät.

Gebäude In Wardt wird ein neues Feuerwehrgerätehaus errichtet. Es soll Mitte 2021 fertig sein, Spatenstich war im vergangenen Juli. Die Stadt investiert knapp zwei Millionen Euro in das Gebäude. Im vergangenen Jahr brachte die Stadt die Pläne für den Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Lüttingen voran und beantragte dafür Fördergeld. Die Verwaltung rechnet mit Kosten von insgesamt 850.000 Euro. Es handelt sich um die vorerst letzte größere Modernisierung oder Erweiterung eines Feuerwehrgerätes in Xanten.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Einsätze der Feuerwehr Xanten im Jahr 2020