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Xanten: FDP wirbt für Gründerzentrum

Debatte im Rat : FDP wirbt für Gründerzentrum in Xanten

Nachdem sich Xantens Verwaltung dagegen ausgesprochen hat, bekräftigt die FDP ihren Vorschlag eines Gründerzentrums in der Stadt. Mit dem Vorschlag der Verwaltung werde nicht dasselbe erreicht, erklären die Liberalen.

Vor der Abstimmung im Stadtrat wirbt die FDP für ihren Vorschlag, in Xanten ein Gründerzentrum aufzubauen. „Wir brauchen Firmen in Xanten“, sagte der stellvertretende FDP-Vorsitzende Dieter Kluth. Ein Gründerzentrum sei eine Möglichkeit, um sie hierher zu holen. Große Unternehmen würden sich nicht in Xanten ansiedeln. Dafür fehle die Infrastruktur. Aber die Stadt könne die Bedingungen dafür schaffen, dass sich Existenzgründer in der Stadt niederließen und ihre Firma hier aufbauten.

Die Verwaltung spricht sich gegen ein Gründerzentrum aus. In der Region gebe es schon ausreichend viele Einrichtungen dieser Art, schrieb sie nach Gesprächen mit Wirtschaftsvertretern. Demnach gibt es Gründerzentren in Kleve, Kalkar, Kempen, Kamp-Lintfort, Geldern und Duisburg. Die Wirtschaftsvertreter hätten auch darauf hingewiesen, dass die Gewerbesteuereinnahmen oder die Arbeitsmarkteffekte in den ersten Jahren nach Aufbau eines Gründerzentrums gering ausfielen, berichtete die Verwaltung. Fraglich sei außerdem, ob die Gründer später die Stadt nicht verließen, sobald die Räume des Gründerzentrums für sie zu klein würden. Sie schlage deshalb ein Gründerstipendium vor, schrieb die Verwaltung weiter. Vollzeitgründer sollten ein Jahr lang mit 250 Euro pro Monat unterstützt werden, damit sie sich „voll und ganz auf ihre Gründung fokussieren können“.

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Die FDP entgegnete auf Anfrage, dass es schon viele Unterstützungsangebote für Existenzgründer gebe, um den Aufbau einer Firma zu finanzieren. Was aber fehle, seien passende Räume inklusive der Infrastruktur wie einem Glasfaseranschluss, um ein Geschäft aufzubauen, sagte Kluth. Für ein Gründerzentrum sollten städtische oder private Gebäude genutzt werden, die leer stünden. Im Hauptausschuss erhielt der Vorschlag der Verwaltung eine Mehrheit. Die Entscheidung fällt am Dienstagabend im Rat.