Xanten: Fahrradboxen sollen Geschäft des DBX werden

Xanten : Fahrradboxen sollen Geschäft des DBX werden

Ende August bespricht die Stadtspitze das Streitthema. Das Angebot wechselt vermutlich den Betreiber – von der TIX zum DBX.

Wenn zwei sich streiten, „freut“ sich der Dritte: In diesem Falle Niklas Franke. Der technische Dezernent und allgemeine Vertreter des Bürgermeisters beantwortete am Montag für die Stadt Xanten die Frage, wie es mit den Fahrradboxen am Bahnhof Xanten weitergeht.

„Nach den Urlauben von Bürgermeister Thomas Görtz und TIX-Geschäftsführerin Sabine van der List Ende August werden wir das Prozedere abstimmen. Fest steht schon jetzt, dass die Mietverträge beibehalten werden sollen. Für die Zukunft müssen wir uns fragen, wie wir die Boxen vor Vandalismus schützen. Ob wir dort noch den Stand der Technik haben und welche abschreckenden Maßnahmen – wie zum Beispiel Videoüberwachung – getätigt werden können“, sagt Franke auf Anfrage unserer Redaktion. Zudem überlege die Stadt schon seit einiger Zeit, das Angebot in den Händen des Dienstleistungsbetriebes (DBX) zu legen. „Auch wenn die Entscheidung von Sabine van der List absolut nicht mit der Stadtverwaltung abgestimmt war, gehören die Fahrradboxen eigentlich nicht zum Kerngeschäft der TIX“, so Franke.

Zum Hintergrund: Die Tourist Information Xanten (TIX) hatte als Betreiberin der 50 Fahrradboxen am Bahnhof das überaus beliebte Angebot am Freitag mit sofortiger Wirkung eingestellt. Als Grund nannte TIX-Geschäftsführerin van der List anhaltenden Vandalismus. Das stieß nicht nur Lukas Aster, verkehrspolitischer Sprecher der Kreistagsfraktion der Grünen, übel auf (wir berichteten).

Auch Xantens Bürgermeister Thomas Görtz, der ebenfalls Geschäftsführer der TIX ist, distanzierte sich von der Entscheidung seiner Mitarbeiterin. Aus dem Urlaub heraus schrieb er in einer Mitteilung an die Redaktion: „Ich weise darauf hin, dass ich in die Entscheidung nicht einbezogen beziehungsweise vorab informiert war.“ So ärgerlich die wiederholten Schäden durch Vandalismus auch sein mögen, so der Bürgermeister, dürfe „ein sehr gut angenommenes Angebot zur Förderung der umweltschonenden Mobilität nicht einfach eingestellt werden“. Görtz: „Die Nutzer, die für die Zerstörung absolut nichts können, dürfen wir nicht alleine lassen.“