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Xanten: DRK widerspricht Zweiklassengesellschaft beim Rettungsdienst

Xanten : DRK: „Es gibt keine zwei Klassen“

Beim DRK gäbe es attraktive Gehälter und eine 12-Stunden-Schicht, sagt der Vorsitzende des Kreisverbands Niederrhein. Das gehöre zur Einhaltung des Tarifvertrags.

Den RP-Bericht über den Rettungsdienst in Xanten hat der Kreisverband Niederrhein des Deutschen Roten Kreuzes zum Anlass genommen, Stellung zu nehmen. Darin legt Vorsitzender Jan Höpfner auf drei Dinge wert: die Einhaltung des Tarifvertrages, attraktive Gehälter und Neueinstellungen.

Zum Hintergrund: Unserer Redaktion liegt ein anonymes Schreiben vor. Darin klagen „Mitarbeiter der Rettungswache Xanten“ über hohe Krankheitsausfälle, fehlendes Vertrauen zur Verwaltung und Wachleitung und eine hohe Arbeitsbelastung. Zudem seien sie „gebeten worden, zu unterschreiben, weiterhin im 24-Stunden-Dienst tätig zu sein.“ Bürgermeister Thomas Görtz, Ordnungsamtsleiter Tobias Fuß sowie Jan Neukäter, stellvertretender Wachleiter, widersprechen vehement. Sie schieben den Schwarzen Peter dem Kreis zu.

„Wir haben durch eine Vereinbarung mit dem Kreis Wesel den vertraglichen Auftrag, die einzelnen Rettungsdienstwachen im Kreisgebiet mit Personal zu unterstützen. Bei der Rettungswache Xanten gibt es von DRK-Seite keine Ausfallzeiten und Personal-Notstände“, sagt Höpfner. Des Weiteren gäbe es aus fachlicher Sicht keine Zweiklassengesellschaft. „Der Kreisverband hält sich an den Tarifvertrag, der die DRK-Mitarbeiter finanziell besser stellt. Zur Einhaltung des Tarifvertrags gehört es auch, die Schichtzeit auf zwölf Stunden zu begrenzen“, sagt Höpfner.

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Görtz hält dagegen: „Bei uns arbeiten gar keine DRK-Mitarbeiter mehr.“ Nach seinen Angaben sei nur das Grundgehalt beim DRK geringfügig höher als bei der Stadt. Des Weiteren zahle das DRK keine zusätzliche leistungsorientierte Bezahlung und auch keine Zuschläge für geleistete Überstunden. Zudem würden alle Mitarbeiter den 24-Stunden-Dienst wollen.