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Xanten: Die Rechtslage zum Denkmalschutz bei Immobilien

Die Rechtslage : Denkmalschutz setzt Grenzen

Bei Umbau, Sanierung und Modernisierung eines denkmalgeschützten Hauses können strenge Einschränkungen den Planungen Grenzen setzen.

Erster Ansprechpartner vor Ort ist die Untere Denkmalbehörde bei der Stadt oder beim Kreis. Das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland berät zudem bei Fragen und zu denkmalverträglichen Konzepten.

Grundsätzlich sind alle Maßnahmen, die das Erscheinungsbild oder die Substanz des Baudenkmals verändern, genehmigungspflichtig. Der Eigentümer muss bei der zuständigen Unteren Denkmalschutzbehörde einen Genehmigungsantrag stellen und Unterlagen wie Baubeschreibung, Lageplan, Fotografien und Beschreibung des Vorhabens einreichen. Wer zum Beispiel sein historisches Baudenkmal energetisch ertüchtigen möchte, sollte sich zunächst gut informieren. „Falsche Dämmmaßnahmen können oft nicht vorhersehbare Folgen für die bis dahin meist intakte Bauphysik eines Gebäudes haben. Schimmel und Durchfeuchtungen drohen“, warnt Helmtrud Köhren-Jansen, Leiterin der Abteilung Inventarisation beim LVR-Amt. Das gilt auch für neue Fenster.

Manchmal besteht der Denkmalschutz aber auch nur für einen gewissen Teil des Gebäudes. Es muss also von Fall zu Fall entschieden werden. Vielfach wurden schon vor einem Denkmalschutz bauliche Veränderungen vorgenommen. „Es besteht Bestandsschutz. Es gilt der Bauzustand, mit dem das Haus in die Denkmalliste eingetragen wurde“, erläutert Köhren-Jansen. Um dies zu ermitteln und um nicht später rechtliche Probleme zu bekommen, sollte auch hier von Beginn der Planung an die Denkmalschutzbehörde mit eingebunden werden.

Das alles kann mächtig ins Geld gehen. Aber es gibt auch Positives für den Eigentümer. Der Staat unterstützt viele Maßnahmen zur Erhaltung des Gebäudes finanziell.

www.denkmalpflege.lvr.de

(pek)