Xanten: Die Menschen hinter den Straßennamen

Wonach Xantens Straßen benannt sind : Die Menschen hinter den Straßennamen

Viele sind in Vergessenheit geraten, doch ihr Wirken in und für die Domstadt ist bis in die heutige Zeit prägend.

Cornelius Scholten, Otto Marx, Heinrich Hollands – sie und andere haben zu Lebzeiten viel für Xanten und seine Bürger bewirkt. Und dennoch sind heute ihre Taten und ihr Schaffen weitgehend in Vergessenheit geraten. Bei einigen erinnern allerdings noch Straßennamen an die Verdienste. Aus Anlass der Umbenennung der Gesamt­schule in Willi-Fährmann-Gesamtschule am Dienstag stellen wir Namenspatrone beispielhaft kurz vor. Die Informationen basieren auf einer Loseblattsammlung, die der Altertumsverein vor rund 30 Jahren als Jahresgaben für seine Mitglieder zusammengestellt hatte. Eine Idee, die man wieder aufgreifen und fortsetzen könne, sagt der heutige Vereinsvorsitzende Everhard Mingels. Der Komponist Engelbert Humperdinck etwa hat immer wieder die Domstadt besucht und hier auch einige Lieder geschrieben.

Ebenso finden sich aus der Loseblattsammlung noch nicht alle Namen als Straßenbezeichnung wieder. Der Maler Guido Lancelle zum Beispiel, der sich unter anderem mit Zeichnungen von Mühlen, Stadtmauertürmchen und alten Bauerngehöften einen Namen gemacht hatte. Er starb tragisch, als der taube Mann an einem unbeschränkten Bahnübergang in Birten den nahenden Zug nicht gehört hatte.

Umgekehrt bieten sich schon vorhandene Straßennamen für die Aufnahme in die Loseblattsammlung an. Woher stammt zum Beispiel die Bezeichnung „Karthaus“? Oder was heißt eigentlich „Kapitel“?