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Xanten: Die Herausforderung Innenstadt

Xanten : Die Herausforderung Innenstadt

Was tun gegen Leerstand? Wie können sich Einzelhändler online und offline aufstellen? Die Xantener Wirtschaftsförderung lädt zum Forum ein.

Damit hätte Kerstin Büren nicht gerechnet: Die 29 Jahre alte Xantenerin ist gerne in das Café „Heimatgold“ gegangen. Zum Frühstück. Zum Kaffee trinken, zum Quatschen mit Freundinnen. „Nachdem Emilie’s vor mehr als zwei Jahren ihr Café an der Klever Straße geschlossen hat, war das Heimatgold eine schöne Alternative. Schade“, sagt sie. Denn auch das „Heimatgold“ ist nun – nur wenige Wochen nach der Eröffnung – wieder zu. „Zur Zeit leider geschlossen“ steht auf dem weißen DIN A4-Blatt im Fenster. Nach Informationen unserer Redaktion sollen die Mitarbeiter schon Anfang September ihre Kündigung erhalten haben.

Das Café „Heimatgold“ ist nicht der einzige Leerstand in Xantens Innenstadt. Im Bereich der Marsstraße mehren sich zur Zeit die leeren Ladenlokale. Es fängt mit der ehemaligen Bäckerei Küppers an. Sie ist seit Ende April geschlossen. Es folgt ein ehemaliger Frisörbedarf. Ebenfalls leer. Und das Schuhgeschäft „C+M Rappold“. „Wir schließen diese Filiale“ ist auf einem Plakat im Schaufenster zu lesen. Wenige Meter weiter ist das Schuhhaus Tervooren schon seit einiger Zeit geschlossen. Und auch am Markt, die vermeintlich beste Lage, die Xanten zu bieten hat, gibt es seit mehreren Wochen zwei Leerstände. Hörgeräte Kind ist in die ehemalige Deutsche Bank-Filiale gezogen und hat dafür das Geschäft zwischen Foto Brell und der Börse zurückgelassen. Gegenüber steht der ehemalige Geschenke-Laden Pickoli seit Sommer leer. Auch dort tut sich nichts.

Xanten, Innenstadt, City, Leerstände. Foto: Julia Lörcks

Christian Boßmann, Wirtschaftsförderer der Stadt Xanten, kann dagegen nicht viel machen. Was er wohl kann, ist sich um die Unternehmer zu kümmern. Aus diesem Grunde lädt er für Mittwoch, 10. Oktober, 18 Uhr (siehe Infokasten), zu einem Forum für Wirtschaft und Stadtentwicklung ein. Das Thema wird der Einzelhandel sein. „Sowohl offline und online“, schreibt Boßmann in seiner Einladung. Apropos Internet. Eine Online-Strategie sei seiner Meinung nach für viele Unternehmen wichtig. Deshalb hat er auch drei Referenten eingeladen. Michael Rüscher, Geschäftsführer der IHK Niederrhein, wird in seinem Vortrag „Herausforderung Innenstadt“ auf Kennzahlen des Einzelhandels am Standort Xanten eingehen, die Entwicklungen im Onlinehandel aufzeigen und Strategien vorstellen, wie Innenstädte auch weiterhin attraktive Einzelhandelsstandorte bleiben können. Guido Hofmann, Firma Sellwerk – Partner für Onlinemarketing, wird die Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung (SEO) erläutern und erklären, wie Suchmaschinen arbeiten und was Unternehmen tun können, um besser bei Google & Co. gefunden zu werden. Und Dirk Offenberg von Juhuwelt und Frank Fitting von Fitting IT-Service werden das Projekt Xanten-Aktuell vorstellen. Dabei handelt es sich um eine Onlineplattform, durch die Online- und Offlineshoppen miteinander verbunden werden.