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Xanten: Diakone am Niederrhein feiern Goldenes Jubiläum

Gottesdienst in Xanten : Diakone am Niederrhein feiern Goldenes Jubiläum

Vor 50 Jahren wurden die ersten Diakone in der Region geweiht. Das Jubiläum wurde in einem Gottesdienst gefeiert. Dabei ging Weihbischof Lohmann auf Europas Abschottungspolitik ein.

Vor 50 Jahren wurden am Niederrhein erstmals nach dem Konzil Diakone geweiht, in einem Gottesdienst mit Weihbischof Rolf Lohmann wurde im Xantener Dom an dieses Ereignis erinnert. Rund 30 Diakone aus den Kreis-Dekanaten Kleve und Wesel waren mit ihren Frauen und Familien zu dieser Feier nach Xanten gekommen.

Zunächst wurde daran erinnert, welchen Dienst die Diakone im Zeichen der Nächstenliebe ausführen. So unterstützen sie Priester bei der Verkündigung und Auslegung des Evangeliums, assistieren in der Messfeier und bei Trauungen, können Taufen und Beerdigungen leiten. Stephan Rintelen, Sprecher der Diakone am Niederrhein, machte deutlich: „Das Diakonat ist aus dem Leben der Kirche nicht mehr wegzudenken“. Er hob besonders hervor, dass bei den verheirateten Diakonen die Ehefrauen eine wichtige Stütze seien.

Weihbischof Lohmann nahm in seiner Predigt Bezug auf die Berufung des Abraham, der sein Land und seine Familie verlassen musste. Zunächst stellte Lohmann klar, dass von Abraham, der von Christen, Juden und Muslimen verehrt wird, eine Botschaft des interreligiösen Friedens ausgehe. Dies sei gerade mit Blick auf die „fürchterliche Flüchtlingsszenarien an der griechisch-türkischen Grenze“ zu sehen. „Für uns als Christinnen und Christen gibt es kein Mandat für eine solche Haltung“, verurteilte er die aktuelle Abschottungspolitik, „das Evangelium verbietet uns eine solche Haltung.“ Abraham, führte der Weihbischof aus, könne ein Vorbild auch für die Menschen sein, die nicht ihre Heimat verlassen und sich völlig neu orientieren müssen.

(RP)