Xanten: Der Kurpark ist ein Segen für die Stadt

Wochenkommentar : Das Geld für den Kurpark ist gut angelegt

Am Samstag wird der Kurpark eröffnet. Es ist ein Grund zum feiern. Trotz aller Kritik.

Zwei Jahre ist es her, dass der erste Spatenstich für den Kurpark in Xanten gesetzt wurde. Damals gab es Proteste. Wegen der Bäume, die gefällt wurden, wegen des Gradierwerks, das mehrere Hunderttausend Euro kostete, wegen der insgesamt mehr als fünf Millionen Euro, die Stadt, Land und Bund in die Wallanlagen investierten. Für den heutigen Samstag, wenn der Kurpark eröffnet wird, sind zwar keine Proteste angekündigt. Aber versöhnt sind die Kritiker mit dem Kurpark nicht. Das wird in Gesprächen in der Stadt deutlich. Die Kritik ist auch nachvollziehbar. Es ist traurig um jeden Baum, der gefällt wurde. Und es ist richtig, jede Investition zu hinterfragen, zumal ein Kurpark gepflegt werden muss, die Stadt also weiter Geld für ihn ausgeben wird. Deswegen muss die Kritik ernst genommen werden. Aber richtig ist auch: Die Wallanlagen mussten vorher schon gepflegt werden. Der Aufwand ist jetzt zwar größer, aber der Kurpark bietet auch einen erheblichen Mehrwert. Und davon profitieren vor allem die Einwohner der Stadt. Sie können jederzeit in den Wallanlagen spazieren gehen. Touristen müssen erst anreisen. Nur wegen des Kurparks werden sie es nicht machen, vielleicht aber, weil Xanten nun auch einen Kurpark hat, zusätzlich zu Anziehungspunkten wie Dom, APX und FZX. Deshalb ist das Geld gut investiert. Es nützt der Stadt und damit den Bürgern, wenn mehr Gäste kommen. Der Tourismus ist ein wichtiges Standbein für Xanten.

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