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Xanten: Der „beste Herbstmarkt“ seit Jahren

Aussteller und Besucher zufrieden : Der „beste Herbstmarkt“ seit Jahren

Rund 60 Handwerker und Händler boten am Wochenende in Xanten ihre Waren an. Die Besucher genossen den Bummel über den Marktplatz. Wegen der Corona-Pandemie war es die erste Veranstaltung dieser Art seit einiger Zeit.

Rund 60 Handwerker und Händler ließen sich über die Schultern schauen und boten ihre Produkte feil. Imbissstände sorgten für das leibliche Wohl, und die Geschäfte füllten sich am verkaufsoffenen Sonntag mit Kunden. Das war er, der erste Xantener Herbstmarkt nach dem Lockdown. Man konnte den Menschen ansehen, dass sie hungrig nach gemeinsamen Unternehmungen waren und die langsam aufkeimende Normalität genossen.

Das war wohl neben der verhältnismäßig geringen Inzidenz im Kreis Wesel einer der Gründe, aus denen sich die Interessengemeinschaft Gewerbetreibender Xantens (IGX) in Absprache mit der Stadtverwaltung dazu entschlossen hatte, den Markt stattfinden zu lassen, nachdem er im vergangenen Jahr coronabedingt ausgefallen war. Zudem galt es, den Einzelhandel in der Domstadt nach den Verlusten der vergangenen anderthalb Jahre zu stärken.

So boten die Aussteller viele handwerkliche Produkte zum Kauf an. Evelyn und Hans Günter Torke waren mit ihrem Stand zum ersten Mal dabei. Sie boten teilweise aus Abfallprodukten wie Kaffeekapseln selbst gebastelten Schmuck an. Zudem fand man bei ihnen ausgefallene Artikel aus Holz wie Flaschenöffner in Gitarrenform. Walter Piper war begeistert. „Die Sachen, die hier angeboten werden, sind sehr originell“, fand er. Auch von der Veranstaltung allgemein zeigte er sich beeindruckt. „Toll, dass sowas wieder stattfindet.“

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Kissen, Decken und Figuren, gehäkelt oder aus Patchwork konnte man einen Stand weiter bei Roswitha Erps und Petra Stanislawski erwerben. Die beiden gehören seit Jahren zum festen Bestandteil des Herbstmarktes. Auch sie freuten sich über die hohe Besucherfrequenz. Julia und Markus Krause aus Duisburg-Baerl sind seit einiger Zeit mit ihrem „Küste und Mehr“- Shop auf dem Xantener Markt vertreten und drücken so ihre Verbundenheit zu Nord- und Ostsee aus. Da war es wenig verwunderlich, dass sie auch beim Herbstmarkt mit von der Partie waren und bei vielen Besuchern die Sehnsucht nach Salzwasser, Wind und Wellen weckten.

Saskia Francesca Lessmann von der Firma Fraté verkaufte Crepes und stand mit ihrem Wagen zwischen den Restaurants Zur Börse und Teatro. „Wir sind jetzt seit 2016 dabei und denken, von der Frequenz her ist dies seitdem der beste Herbstmarkt“, resümierte sie. Zwar stehe der Kassensturz noch aus, jedoch habe sie „ein sehr gutes Gefühl“. Eine Mitarbeiterin der Zsa Zsa Boutique von Claudia Wonning sah die hohe Besucherzahl ebenfalls als sehr positiv an. „Wenn auch nicht sofort jeder Kunde etwas kauft, bringen wir uns doch in Erinnerung.“ Jedoch dürfte auch hier der Umsatz zufriedenstellend gewesen sein.

Aber nicht nur Gewerbetreibende und Aussteller freuten sich über die Beliebtheit des Herbstmarktes, auch die Besucher waren angetan. Während einige extra hierfür aus der Region und dem Ruhrgebiet angereist waren, kamen andere durch Zufall in den Genuss. Mike und Ulla Arnold aus Neukirchen-Vluyn wollten ihrem dreijährigen Enkel die erste Fahrt mit dem Zug ermöglichen, waren so in der Domstadt gelandet und sofort von der Atmosphäre des Marktes angetan.

So könnte das Ganze eine gelungene Generalprobe für den aktuell in der Planung befindlichen Weihnachtsmarkt darstellen.

(rava)